Biohof Stockner
Anbau
verschiedene Salate, Chinakohl, Radieschen, Lauchzwiebel, Sellerie, Rote Bete und Fenchel
Anbauverband

Lage
Enzerweis / Vilstal
111 km nordöstlich von München
Pioniere im ökologischen Landbau

Der Biohof Stockner liegt mit seinen 130 Hektar Betriebsfläche in Enzerweis im Vilstal, einem Seitental der Donau. Die Lage ist geprägt durch die fruchtbaren Lehmböden der dortigen Hügellandschaft. Alexander Stockner führt den Familienbetrieb inzwischen als Betriebsleiter gemeinsam mit seiner Frau Agnieszka. Sein Bruder Johann ist für die Verladung und Kommissionierung zuständig. Auch Alexanders Kinder, Mathias und Katharina, sind bereits in den Betrieb eingestiegen. Josef und Waltraud Stockner haben im Jahr 1990 auf Demeter umgestellt. Damit zählte das Ehepaar in den Anfangsjahren noch zu den Pionieren im ökologischen Landbau. Entschlossen dazu hat sich das Ehepaar Stockner aus der Überzeugung, dass ihre ökologische Lebensweise nur durch den biologisch-dynamischen Landbau passend ergänzt werden kann und die richtige Lebens- und Wirtschaftsweise darstellt. Neben den Familienmitgliedern arbeiten ein weiterer Festangestellter und zwei Halbtagskräfte auf dem Hof. Im Sommer werden diese von bis zu 40 Saisonarbeitskräften unterstützt.
Extensiver Freilandanbau

Der Schwerpunkt des Biohofs liegt auf dem Anbau von Freilandgemüse und ein geringer Teil Getriede und Gründüngung. Insbesondere verschiedene Salate, Radieschen, Rote Bete, Frühlingszwiebel, Sellerie, Rucola sowie Chinakohl und Fenchel. Über 100 Hektar Ackerfläche steht dem Betrieb zur Verfügung, um über 15 verschiedene Gemüsesorten anzubauen. Die guten klimatischen Bedingungen des Vilstals ermöglichen diese Vielfalt an Kulturen im Freiland anzubauen. Die Stockners bewirtschaften ihre Flächen extensiv, das bedeutet, dass sie im Jahr in der Regel nicht mehr als eine Kultur auf einer Ackerfläche anbauen. Vor und nach den Hauptkulturen sorgen Zwischenfrüchte und Gründüngungen für die natürliche Anreicherung von Nährstoffen im Boden. Durch dieses Management versuchen die Landwirte den Boden auf natürliche Weise gesund zu erhalten und damit den Kulturpflanzen optimale Wachstumsmöglichkeiten zu bereiten. Mischen sich dennoch Beikräuter zwischen die Pflanzen, so kommt bei den Stockners am häufigsten die Handhacke zum Einsatz. Damit werden die Felder nur auf mechanischem Weg für das Gemüse freigehalten und es müssen keine chemischen Mittel eingesetzt werden. Um das Pflanzenwachstum darüber hinaus positiv zu beeinflussen, werden nach Tradition des biologisch-dynamischen Landbaus Präparate wie Hornmist und Hornkiesel ausgebracht. Neben den herkömmlichen Methoden der bäuerlichen Landwirtschaft setzen die Stockners moderne Technik wie die pneumatische Sämaschine und das Hackgerät mit optischer Einzelpflanzenerkennung ein, um den Boden möglichst schonend zu bearbeiten. Um früher in die Saison starten zu können und etwas wetterunabhängiger zu sein, nutzen die Stockners einfache Folientunnel. Dort pflanzen sie den ersten Salat, um möglichst zeitig mit der Ernte beginnen zu können. Dadurch kann die Vegetationsperiode etwas verlängert werden und unsere Kund/innen bekommen schon früher bzw. noch später im Jahr Gemüse aus regionalem Anbau.
Liefergemeinschaft

Um die Entfernung des Biohofs von größeren Städten zu kompensieren, setzen die Stockners auf die Direktvermarktung an den Bio-Groß- und Einzelhandel sowie an Ökokisten. Dazu kooperieren sie mit den benachbarten Bio-Gemüsegärtnern in einer Liefergemeinschaft und können auf unnötigen Aufwand in der Lieferlogistik verzichten.