Blattgemüse & Salate

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  • Chicorée
  • Feldsalat
  • Mangold
  • Mizuna
  • Postelein
  • Puntarelle
  • Spinat
  • Wasabina
  • Zuckerhut

Blattsalate

Blattsalate

Wo kommt´s her?
Blattsalate kommen meist ab April frisch vom Feld in Ihre Ökokiste. Herbst- und Wintersalate kommen ab August/September bis teilweise Dezember frisch vom Feld.

Wie sieht´s aus?
Generell sollte Salat frisch und "grün" riechen, die Köpfe sollen fest und geschlossen sein, bzw. feste, eher kleine, unversehrte Blätter haben. Blattsalat enthält viel Wasser und kaum Kalorien. Zudem steckt er voller Vitamine und Nährstoffe.

Es gilt: Je grüner ein Blattsalat, desto nährstoffreicher ist er.
Aber: Blattsalat ist nicht gleich Blattsalat. Wir haben die beliebtesten Sorten für Sie zusammengestellt:

Kopfsalat
Der Kopfsalat ist der Liebling unter den Blattsalaten, da er besonders mild und zart ist. Er hat große, grüne - er kann aber auch in einem roten Gewand erscheinen – Blätter, die zusammen einen lockeren Salatkopf bilden und sich leicht vom Strunk entfernen lassen. Das Salatherz ist gelblich und besonders knackig. Da die Kopfsalat-Blätter sehr dünn und großflächig sind, verlieren sie besonders schnell an Frische und Feuchtigkeit. Deshalb soll dieser Blattsalat besonders schnell verbraucht werden.

Eissalat
Der Eissalat ist auch unter den Namen Eisberg- oder Krachsalat bekannt. Er hat einen besonders runden, festen und dicht geschlossenem Kopf was ihn sehr robust macht. Im Kühlschrank hält er als Ganzes in Folie verpackt, bis zu zwei Wochen. Aufgeschnitten sollte er nicht länger als eine Woche aufbewahrt werden. Die knackigen Salatblätter haben einen herzhaften, leicht herben Geschmack.

Romana
Der Romana oder auch Römersalat ist kein typisch runder Blattsalat-Kopf. Er hat längliche, stark gerippte, sehr robuste, dunkelgrüne Salatblätter. Die Innenblätter sind hellgrün und zart mit gelblichen Blattrippen. Im Geschmack ist Romanasalat herber und kräftiger als Blattsalat.

Eichbalttsalat
Der Eichblattsalat ist in rot oder grün erhältlich und seine Blätter haben die Form von Eichenblättern. Er hat einen haselnussartigen Geschmack. Sein Salatkopf ist sehr locker und er ist genauso empfindlich wie Kopfsalat. Im Kühlschrank hält er sich in einem perforierten Kunststoffbeutel eingewickelt ca. zwei Tage.

Bataviasalat
Bataviasalat hat relativ dicke und typisch leicht gewellte Salatblätter. Er ist meist grün, die Blätter können aber auch rötlich gefärbt sein. Er schmeckt süßlich-frisch und leicht bitter. Seine Blätter sind knackig und saftig. Das helle, kompakte Salatherz ist von lockeren, grünen oder rot-braun gefärbten Blättern umgeben.

Lollo Rosso
Lollo Rosso und Lollo Bianco: Diese beiden Blattsalate tun sich besonders durch ihre Form neben den anderen Salatsorten hervor. Ihre Köpfe werden aus großen, gekrausten Salatblättern gebildet, die beim Lollo Bianco (Lollo Biondo) zart grün und beim Lollo Rosso rot gefärbt sind. Beide Sorten haben einen angenehm nussigen, kräftigen Geschmack, mit leicht bitterer Note. Je kleiner die Salatköpfe sind, umso milder schmecken sie. Die Salatblätter sind zwar zart, aber trotzdem relativ robust, so dass sie nicht allzu schnell in sich zusammenfallen.

Endiviensalat
Der Endiviensalat kommt meist in zwei verschiedenen Formen auf den Markt. Eine Sorte hat glatte Blätter und wird Escariol genannt. Die andere Variante hat gezackte und gekrauste Blätter, das ist die Sorte Frisée. Bei beiden Endivien-Arten sind die Blätter außen grün bis gelblich und sehr robust. Das Salatherz ist sehr hell, fast weiß. Dieser Blattsalat schmeckt leicht nussig und angenehm herb bis bitter.

Chicorée

Chicorée

Wo kommt´s her?
Der Belgier und Hofgartenmeister Monsieur Bresier hat 1846 den Chicorée „erfunden“! Es ist einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass die Vorzüge dieses leckeren Gemüses erkannt wurden. Denn als Herr Brezier 1845 nach einer reichen Ernte von Zicchorienwurzeln (aus ihnen wurde nämlich ein Kaffee-Ersatz hergestellt) zur Lagerung in Erde eingrub, war es wohl keineswegs seine Absicht, dass die Wurzeln Knospen austreiben. Als er schließlich die Triebe kostete, fand er sie durchaus schmackhaft - die Geburtsstunde des heute ebenso bekannten wie beliebten Chicorées war gekommen!

Früher nur als Kaffee-Ersatz für “arme Leute” bekannt, hat sich die Zicchorie somit inzwischen zu einem echten kulinarischen, winterlichen Feinschmecker gemausert.

Aufwändiger Anbau

Der Chicorée wird seit über 100 Jahren auf eine recht eigenartige und aufwendige Art und Weise gewonnen. Bis wir jedoch in den Genuss dieses edlen Gemüses kommen, bedarf es etwas Geduld. Denn bevor der Chicorée austreiben kann, muss erst seine Triebwurzel erzeugt werden. Dazu wird die dem Löwenzahn ähnliche Pflanze Zichorie im zeitigen Frühjahr ausgesät. Erst wenn sich ausreichend Wurzel- und Blattmaterial gebildet hat, werden im späten Herbst die Wurzeln vorsichtig aus dem Boden geholt und vom Laub befreit. Die Wurzeln werden jetzt gelagert: Erst kühl bei 2°C, später wärmer bei bis zu 20°C. Bei der warmen Endtemperatur und einer zusätzlichen Wässerung verspüren die Wurzeln schließlich Frühlingsgefühle und beginnen zu treiben. Licht benötigen sie dazu nicht - das soll sogar vermieden werden: Denn nur durch absolute Dunkelheit wird verhindert, dass sich der unerwünschte Bitterstoff Intybin entwickelt. Ein weiteres Mal wird der Chicorée geerntet. Jetzt allerdings ist die zarte, blassgelbe Chicoréesprosse von Interesse, die von der Wurzel getrennt wird (=Brechen des Chicorées) um endlich in Ihre Ökokiste gepackt werden zu können.

Wie sieht´s aus?
Die Chicorée-Pflanze an sich ähnelt sehr dem Löwenzahn und ist für ungeschulte Augen kaum zu erkennen. Der Spross der Wurzel, den wir verwenden ist etwa 10 bis 20 Zentimeter lang. Er besteht aus dicht übereinanderliegenden weißen Blättern mit (zart-) gelben Spitzen und einem Strunk in der Mitte, welche insgesamt zu einem spitz zulaufendem kolbenförmigen Aussehen führen.

Wie verwende ich´s?
Abfall gibt es beim Putzen kaum. Wer es weniger bitter mag, kann vor der Zubereitung den Strunk kegelförmig herausschneiden und die äußeren Blätter entfernen, dort befindet sich der größte Vorrat an Bitterstoffen.

Nach dem anschließendem Waschen kann der Chicorée nach Belieben zerkleinert werden und wird dann z.B. als Bestandteil von Salaten und Rohkosttellern oder gebacken als Gemüse verzehrt.

Die ganzen Blätter lassen sich prima füllen, zum Beispiel mit Meeresfrüchtesalat, und schön dekoriert als “Chicoréeschiffchen” servieren. Chicoréeblätter können auch gedünstet oder überbacken, mit verschiedenen Gewürzen (Ingwer, Knoblauch) verfeinert gereicht werden. Beim Dünsten sollte etwas Zitronensaft dazugegeben werden, damit die schöne Blattfarbe erhalten bleibt.

Das abgekühlte Kochwasser kann man als gesunden Trunk genießen.

Der Bittergeschmack wird am Besten durch die Kombination mit süßen Zutaten wie Orangen-, Kiwi-, Birnen-, Apfel-, aber auch Bananen- oder Avocado Stückchen im Salat neutralisiert.

Was ist drin?
Der Chicorée gilt als entgiftend und kann auf Grund seines geringen Nährstoffgehaltes beim Abnehmen helfen.

Tipp:
Chicorée nie in eisernen Töpfen, Pfannen oder Schüsseln zubereiten - er verfärbt sich sonst dunkel!

Feldsalat

Feldsalat

Wussten Sie´s schon?
Wahrscheinlich kannte schon Ötzi den Genuss des Feldsalates.

Wo kommt´s her?
Urgeschichtler haben nämlich die Samen des Kräutleins bereits bei den jungsteinzeitlichen Pfahlbauern am Bodensee und anderen Seen des Alpenvorlandes gefunden. Seiner weitflächigen Verbreitung verdankt der Feldsalat auch zahlreiche Namen allein im deutschen Sprachraum: Feldsalat, Nüsslisalat, Rapunzel, Mausohr, Rabinschen, Ackersalat, Kornsalat, Schafmaul, Vogerlsalat, Sonnewirbele. Einige Bezeichnungen davon - wie beispielsweise Acker-, Feld- oder Kornsalat – stammen aus einer Zeit, als das Salatgewächs noch als Ackerunkraut mit dem Wintergetreide geerntet wurde. Als Gartenzögling hingegen ist es noch jung und erst seit ca. 200 Jahren in Kultur.

Wie verwende ich´s?
Feldsalat sollte am besten bald nach der Lieferung verzehrt werden. So waschen Sie ihn: Schneiden Sie das Wurzelende ab und entfernen Sie die Blättchen, die gelb oder nicht mehr ganz einwandfrei sind. Dann schwenken Sie den Salat, evtl. mehrmals, in kaltem Wasser. Besonders hübsch wirkt der Salat, wenn man die Pflänzchen ganz lässt. Kräuter-, Pfeffer-, oder Eier-Soße passen ebenso gut wie Senf oder Knoblauch, Jogurt oder Sauerrahm. Wegen seines würzig-nussigen Geschmacks wird der Feldsalat gerne mit Walnüssen und Äpfeln oder anderen Früchten serviert. Besonders gut harmoniert er auch mit frischen Pilzen, Zwiebeln, Kartoffeln und warmem Schafskäse oder geröstetem Speck. Guten Appetit!

Was ist drin?
Über die Bedeutung seines lateinischen Namens “Valerianella” streiten sich die Sprachforscher. Am besten hat uns die Erklärung gefallen, der Name beruhe auf ‘valere’ (Lateinisch: gesund sein, stark sein). Wer seinen Abwehrzellen eine Vitalkur gönnen möchte, kommt am Feldsalat nicht vorbei. Denn der Feldsalat versorgt den Körper mit den Vitaminen A, C, E, mit Kalium, Eisen (gut für die roten Blutkörperchen), Calcium und vielen anderen Spurenelementen. Bei Provitamin A und Vitamin C übertrifft er beispielsweise Kopf- und Endiviensalat. Neben der Petersilie ist er einer der bedeutendsten Eisenspender unter den Gemüsepflanzen. Das frische Blattgrün wirkt harmonisierend auf die Verdauung, antiinfektiös, blutreinigend und hilft der Frühjahrsmüdigkeit vorzubeugen.

Tipp:
Gut trocken schleudern, entweder in einem Küchenhandtuch oder mit der Salatschleuder. Wenn Feldsalat beim Anmachen mit Salatsauce noch feucht ist, fällt er sofort zusammen.

Mangold

Mangold

Wussten Sie´s schon?
Früher erhielt der Mangold Beinamen wie “Spargel des kleinen Mannes" und "Spinatersatz". Nicht ohne Grund werden zwischen Mangold und Spinat häufig Parallelen gezogen: Aussehen und Zubereitung ähneln sich sehr. Dabei ist der Mangold eigentlich eine Kulturform der Rübe.

Wo kommt´s her?
Seinen Ursprung hat Mangold in Vorderasien und dem Mittelmeerraum. Seit bereits 4000 Jahren soll er schon angebaut werden. Bei uns wird er aus klimatischen und bodenkundlichen Gründen bisher eher zurückhaltend angebaut. Allerdings wird gemunkelt, dass er im 17. Jahrhundert in Deutschland schon einmal „das“ Gemüse schlechthin gewesen sein soll. Heute wird er überwiegend in Italien, Spanien, den Niederlanden und Frankreich angebaut.

Wie sieht´s aus?
Der Teil des Mangold den wir verzehren, die Blätter und die Stiele, erinnern an Spinat oder auch Rhabarber. Die Blätter sind grün und die Stiele können in den Farben weiß, rot, rosa und orange erscheinen.

Wie verwende ich´s?
Die Qual der Wahl: Mangold harmoniert mit gebratenem Fleisch, Fisch und Eierspeisen. Er ist für Eintöpfe und Aufläufe, herzhafte Kuchen und Salate verwendbar. Serviert wird er sowohl roh als auch gekocht, in Butter gedünstet, gedämpft und überbacken, oder auch als Rouladen Hülle. Sofern Blätter und Stiele zusammen verwendet werden sollen, müssen die Rippen, da sie eine längere Garzeit benötigen, zerkleinert vorgegart werden. Bei getrennter Zubereitung schälen Sie die Stiele vor dem Kochen oder Dünsten ab.

Was ist drin?
Knackig auf Zack: Erntefrischer Mangold (ent)hält, was er verspricht: Provitamin A, Vitamin B1 und B2, Vitamin C, wertvolle Proteine und wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Eisen und Magnesium.

Tipp:
Mangold wird an den Schnittstellen schnell braun, deshalb sollte man das Blattgemüse nach dem Putzen schnell verarbeiten.

Mizuna

Mizuna

Wussten Sie´s schon?
Mizuna ist genau genommen kein Salat, sondern ein Blattkohl.

Wo kommt´s her?
Genau wie Wasabina gehört Mizuna zur Familie der Kohlgewächse und ist überwiegend in Asien zu finden.

Wie sieht´s aus?
Von diesem Vertreter der Kreuzblütengewächse gibt es grüne und rote Sorten. In jedem Fall kann man ihn an seinen stark gefiederten Blättern erkennen. Sein Geschmack ist eine ganz zarte, köstliche Mischung aus Brokkoli, Kohlrabi und Rucola.

Wie verwende ich´s?
Mizuna eignet sich wunderbar zum Verzehr in Salaten, denen man einen besonderen Kick verleihen möchte. Dies funktioniert auch mit Sandwiches und grünen Smoothies. Besonders gut macht er sich auch als Bestandteil von allerlei Füllungen, zum Beispiel für Maultaschen, Ravioli und Frühlingsrollen. Seine auffallend exotischen, hübschen Blätter eignen sich darüber hinaus hervorragend zu Dekorations- und Garnierungszwecken. Ganz kurz mit etwas Öl, Essig, Salz und Pfeffer angebraten schmeckt Mizuna auch sehr gut zu Pasta. Zu Reis passt er am besten, wenn er kurz mit Soja und etwas Knoblauch angebraten wird. Und „just by himself“ wird er beispielsweise mit einem chefsalat-ähnlichem Jogurt-Dressing, Cherrytomaten, Schinken und geröstetem Sesam zu einem leckeren Salat.

Was ist drin?
Mizuna ist reich an den Vitaminen A, C und B und enthält zudem nennenswerte Mengen an Folsäure, verschiedenen wertvollen Mineralstoffen, Senfölen und Ballaststoffen.

Tipp:
Interpretieren Sie die altbekannten Klassiker Basilikum- und Bärlauchpesto neu und überraschen Sie ihre Gäste mit einem leckeren Mizuna-Pesto.

Postelein

Postelein

Wussten Sie´s schon?
Der Postelein, auch Portulak, Gewöhnliches Tellerkraut oder Kuba-Spinat genannt, ist ein Blattgemüse, das hierzulande bisher weniger Beachtung fand. Mittlerweile wird es aber nicht mehr nur von Gourmets geschätzt und gegessen, sondern auch von Anhängern der gesunden Küche beachtet. Aus diesem Grunde ist der Postelein mittlerweile auch wieder auf deutschen Märkten zu bekommen.

Wo kommt´s her?
Die Wildform dieses Krauts stammt aus dem vorderasiatischen Raum bis hin zum Himalaja. Schon die Alten Ägypter schätzten den Portulak schon als Gemüse und Heilpflanze. In Europa gab es ihn bereits im Mittelalter, allerdings geriet er dann in Vergessenheit. Heute schätzen ihn deshalb nur noch wenige Kenner.

Wie sieht´s aus?
Postelein wächst sehr schnell zu einer 15 bis 40 cm großen Pflanze heran. Seine rötlichen Stängel tragen fleischig verdickte, eierförmige Blätter, welche rosettenförmig angeordnet sind. Diese können, je nach Sorte, grün oder goldgelb bis gelb gefärbt sein.

Wie verwende ich´s?
Am besten die Posteleinblätter roh als Salat zubereiten und essen, bzw. gekocht wie Spinat verwenden. Durch den charakteristischen Geschmack benötigt Postelein kaum Gewürze. Die Stiele unbedingt dranlassen.

Was ist drin?
Was bei anderen Salatsorten sehr oft ein Problem ist, ist der hohe Nitratgehalt. Dieser ist beim Postelein sowohl in den Sommer-, als auch in den Wintertrieben nur in sehr geringen Mengen enthalten. Dafür findet man aber einen sehr hohen Gehalt an Vitamin C, Calcium, Magnesium und Eisen in der Pflanze.

Aufgrund seiner entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkung soll Postelein außerdem sehr gut bei Sodbrennen und Magenentzündungen helfen. Früher, als das Kraut noch bekannter war, benutzte man es in der Heilkunde als Mittel gegen Darmparasiten. Zudem hilft Posteilein bei Nervenbeschwerden, Verstopfung, Frühjahrsmüdigkeit und Nierenproblemen.

Puntarelle

Puntarelle

Wussten Sie´s schon?
Puntarelle ist ein italienisches Gemüse aus der Familie der Zichorien und gehört zu den Korbblütlern (Asteraceae). Es ist ebenfalls unter den Namen Catalogna Soigata, Cicoria di Catalogna, Cicoria asparago bzw. Cataluna bekannt.

Wo kommt´s her?
Angebaut wird Puntarelle vorwiegend in Mittel- und Süditalien. Gerade in der Provinz Latium und dort vor allem in Rom findet sich dieses Gemüse auf vielen Speisekarten und ist fester Bestandteil der regionalen Küche. In Norditalien ist Puntarelle jedoch fast unbekannt.

Wie sieht´s aus?
Im Inneren der Köpfe finden sich sehr schmackhafte grüne verwachsene Hohlkörper (etwa daumendick). Umgeben wird das Innenleben von Umblättern die an Löwenzahn erinnern.
Vor der Zubereitung werden die dünnen, aus dem zentralen Körper des Blattes gewonnenen Streifen in kaltes Wasser eingelegt, das Ergebnis ist die typische Kräuselung. Ihre dunkelgrünen, gezackten Blätter werden im Sommer bis zu 60 cm lang und als Riesen-Löwenzahn bezeichnet.

Wie verwende ich´s?
Gegessen werden in erster Linie die Verwachsungen (Blütenstände) im Inneren. Die Umblätter können jedoch auch verzehrt werden.

Was ist drin?
Puntarelle ist durch seine Bitterstoffe sehr gesund, so dass schon Hildegard von Bingen seine reinigende Wirkung zu schätzen wusste. Es enthält den Bitterstoff Cichorin und darüber hinaus Lactucin, Lactucoprikin, und Flavonoide. Geschmacklich erinnert Puntarelle an Chicorée-, bzw. Endiviensalat, ist jedoch nicht so bitter und hat eine nussige Note.

Spinat

Spinat

Wussten Sie´s schon?
Popeye hatte tatsächlich Recht: Spinat ist hervorragend dazu geeignet, die Muskulatur zu stählen. Aktuelle Ergebnisse einer Studie (Karolinska Institute an der schwedischen Hochschule für Medizin) haben die auf Muskelaufbau abzielende spinatlastige Ernährungsweise Popeyes als für diesen Zweck absolut passend bestätigt. Allerdings sollte der Spinat nicht aus der Dose stammen - so wie ihn Popeye zu verschlingen pflegte. Das grüne Blattgemüse sollte stattdessen möglichst frisch und unerhitzt verzehrt werden.

Wie sieht´s aus?
Spinatblätter haben eine kräftig grüne Farbe und sind meistens spießartig geformt. Bei der Unterscheidung von "Blatt-" und "Wurzelspinat" handelt es sich übrigens nicht um verschiedene Kulturformen, sondern um das Ernteverfahren. Während beim Blattspinat nur die einzelnen Blätter gepflückt werden, wird beim Wurzelspinat die gesamte Pflanze mit Wurzelansatz geerntet.

Wie verwende ich´s?
In der deutschen Küche wird pürierter Spinat traditionell in Begleitung von Eiern (als Spiegelei oder Verlorenes Ei) und Kartoffeln serviert. Um sowohl den leicht metallisch-bitteren, etwas astringierenden Geschmack zu mildern als auch den Nitratgehalt (um 40–70%) zu verringern kann Spinat vor der weiteren Zubereitung blanchiert werden. Beim Blanchieren bleibt ein Großteil des wasserlöslichen Nitrats im Kochwasser zurück, allerdings geht dadurch auch ein Teil der anderen Inhaltsstoffe verloren. Tiefkühlspinat wird üblicherweise kurz nach der Ernte blanchiert.
Spinat wird auch zum Grünfärben anderer Lebensmittel wie z. B. Nudeln verwendet. Weiter dient Spinat auch zur Gewinnung von Chlorophyll, das Mundwässern und geruchsbindenden Produkten zugegeben wird.

Was ist drin?
"Spinat ersetzt die halbe Apotheke" sagt der Volksmund. Auch wenn sein Eisengehalt oft überschätzt wurde, besitzt er einen hohen ernährungsphysiologischen Wert, denn er ist besonders reich an Mineralstoffen, Vitaminen und eben auch an Eisen. Die natürlich im Spinat vorkommende Oxalsäure wird durch Calcium (z.B. in Milch und Käse) neutralisiert. Spinat regt die Blutbildung sowie die Sekretion der Bauchspeicheldrüse, der Magenschleimhaut und der Galle an und wirkt in milder Weise auf die Verdauung - die Franzosen sprechen vom "Besen des Magens".

Spinat hat einen hohen Gehalt an Mineralien, Vitaminen (β-Carotin, auch Pro-Vitamin A genannt, Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C) und Eiweiß. Er besitzt zwar innerhalb der Gemüsearten einen hohen Gehalt an Eisen (3,5 Milligramm in 100 Gramm frischem Spinat), den bis heute noch gelegentlich behaupteten, außergewöhnlich hohen Eisenanteil besitzt Spinat jedoch nicht. Weiter enthält Spinat Oxalsäure und reichert überdurchschnittlich viel Nitrate aus dem Boden an, besonders wenn er nicht im Freiland gezogen wird. Spinat enthält - wie alle photosynthetisch aktiven Grünpflanzen - das Protein Ribulose-1,5-bisphosphat-carboxylase/-oxygenase (RuBisCo), das bei der Verdauung teilweise in das Opioidpeptid Rubiscolin abgebaut wird.

Wasabina

Wasabina

Wussten Sie´s schon?
Junger Wasabina ist gelegentlich als Bestandteil von Asia-Salat-Mischungen zu finden.

Wo kommt´s her?
Wasabina gehört zur Familie der Kohlgewächse und ist überwiegend in Asien zu finden.

Wie sieht´s aus?
Charakteristisch für dieses Gewächs sind – neben seiner schönen hellgrünen Farbe – seine gekrausten Blätter, die mit abgerundeten Spitzen versehen sind. Diese weisen zudem feine Härchen auf, die auch auf den Blattstielen zu finden sind.

Wie verwende ich´s?
Der Geschmack von Wasabina lässt sich wohl am besten als etwas sanftere Version des Geschmacks von Wasabi (grüner japanischer Meerrettich) beschreiben. Junge Blätter der Pflanze sind dabei etwas milder, in den Stielen sind die aromagebenden Bestandteile dagegen etwas stärker vertreten. Das Gemüse kann, ähnlich wie Koriander, zum Würzen verwendet werden. Sollte dabei aber in jedem Fall nur kurz erhitzt werden. Auch zu Wok-Gerichten und als Bestandteil der Füllung von Frühlingsrollen passt er sehr gut. Roh verzehrt verleiht der Wasabina auch altbekannten und/oder einfachen Gerichten, wie zum Beispiel Salaten, Sandwiches oder grünen Smoothies, eine ganz neue Note – dabei kann er aber auch ganz alleine glänzen. Probieren Sie ihn beispielsweise mit einem Chefsalat ähnlichem Jogurt-Dressing, Cherrytomaten, Schinken und geröstetem Sesam.

Was ist drin?
Wasabina ist, wie alle Kohlsorten, reich an Vitamin C.

Tipp:
Senfliebhaber und Gourmets der asiatischen Küche werden dieses „verschärfte“ Kohlgewächs lieben.

Zuckerhut

Zuckerhut

Wo kommt´s her?
Zuckerhut wird auch Fleischkraut oder Herbstzichorie (Cichorium intybus var. foliosum) genannt. Er ist – wie der rötliche Radicchio – eine Variante des Chicorées und stammt von der wilden Wegwarte ab. Da er auch Fröste bis minus 6 Grad Celsius übersteht, kann er bei uns ab Mitte Oktober bis in den Winter hinein geerntet werden und hilft uns damit über die Zeit hinweg, in der andere Frischgemüse aus unserer Region knapp sind.

Wie sieht´s aus?
Sein Name „Zuckerhut“ besagt nichts über den Geschmack, der ähnlich dem des Chicorée nussartig frisch und leicht bitter ist, sondern bezieht sich auf die kegelförmige imposante Wuchsform der Blätter.

Wie verwende ich´s?
Geschnittene Blätter munden als Salat, man kann die Blätter dämpfen, in Dampf oder Würzwasser sieden, braten und backen. Die großen, länglichen Blätter sind auch zum Füllen ideal. In Zuckerhut-Blättern eingewickelte Würste können in Blätterteig eingebacken werden. Zuckerhut schmeckt auch gratiniert.

Was ist drin?
Er ist nitratarm, da er im Sommer bei viel Licht und im Freien gewachsen ist. Der Anbau ist äußerst klimafreundlich, da er keine Heizung braucht. Mit dem Verzehr des Zuckerhuts leisten Sie nebenbei einen Beitrag zur Erhaltung einer alten Kultursorte, die früher in jedem Bauerngarten zu finden war.