Regionales Obst

  • Ananaskirschen
  • Äpfel
  • Birnen
  • Erdbeeren
  • Heidelbeere
  • Johannisbeeren
  • Kirschen
  • Kirschpflaumen
  • Physalis
  • Rhabarber
  • Zwetschgen

Ananaskirschen

Ananaskirschen

Wussten Sie´s schon?
Obwohl die Ananaskirsche botanisch gesehen weder mit Kirschen noch mit der Ananas viel zu tun hat ist ihr Name doch Programm: die Frucht ist klein wie eine Kirsche, hat eine gelbliche Farbe und einen feinen fruchtigen Geschmack, der an Ananas erinnert. Die Ananaskirsche wird nicht gepflückt. Wenn sie reif ist, fällt sie mitsamt der Hülle von alleine von der Pflanze auf die Erde – vermutlich werden sie deshalb auch als Erdkirschen bezeichnet. Den Fruchthüllen können deshalb auch immer Spuren von Sand oder Erde anhaften.

Wo kommt´s her?
Ursprünglich stammen die Früchte, genau wie die Physalis, aus Nordamerika, werden mittlerweile aber auch vereinzelt bei uns angebaut.

Wie sieht´s aus?
Die Ananaskirsche (Physalis pruinosa) ist eine Verwandte der, auch als Andenbeere bekannten, Physalis. Sie ist kleiner, dafür aber auch schmackhafter und süßer als ihre bekannte Schwester, sieht ansonsten aber auch genauso aus – inklusive des umgebenden trockenen Mantels.

Wie verwende ich´s?
Ananaskirschen machen sich gut als exotischer Blickfang auf Buffets, als Dessert oder als fruchtige Salatbeigabe. Besonders praktische ist die gesunde kleine Frucht auch als Begleiter in der Arbeit oder der Schule als kleines Pausenschmankerl.

Was ist drin?
Ananaskirschen enthalten sehr viel Vitamin C, aber auch das Vitamin B, Eisen, Phosphor und Karotin sind in der Frucht enthalten. Vitamin C ist – bei einem angemessenen Vitamin C Level – wichtig für die Funktion unserer Immunabwehr, die Wundheilung, ein gesundes Bindegewebe und zur Produktion von einigen Hormonen im Körper. Zudem ist es einer von drei Bausteinen für den Stoff Carnitin, welcher für die Umwandlung von Fett in Energie entscheidend ist. Vitamin C kann, über Umwege, auch zu unserem Glück beitragen, denn es ist wichtig für die Synthese von Neurotransmittern (Übertragungssubstanzen von Nervenimpulsen im Gehirn), wie zum Beispiel dem „Glückshormon“ Serotonin.

Äpfel

Äpfel

Der Apfel ist als einzige regionale Obstsorte zu jeder Jahreszeit ein hervorragender Lieferant von Vitaminen, Vital- und Nährstoffen. Die Apfelschale ist besonders reich an Pektin, das Fruchtfleisch enthält Apfel- und Zitronensäure. Mineralstoffe gibt es in Hülle und Fülle: Eisen, Phosphor und Calcium. An Vitaminen enthält der Apfel Vitamin A, B1, B2, B6, E, Niacin, Folsäure und vor allem große Mengen Vitamin-C.

In der Küche ist der Apfel die Hauptobstart für den frischen Genuss. Gern wird er aber auch zur Zubereitung von Salaten (Obst-, Herings-, Waldorfsalat usw.), für Apfelstrudel, Kuchen und Torten und für Bratäpfel verwendet. Am besten eignen sich zur Verfeinerung Gewürze wie, Zimt, Nelken und Zitronen.

Es gibt zahlreiche Apfelsorten z.B.:

Cybele – Süß
Große Frucht, Grundfarbe gelbliche, mit viel rotstreifiger Deckfarbe. Geschmack: Süße Sorte im frühen Sortiment, fest, saftig.

Pinova– Süß
Mittelgroße Frucht, stumpfkegelförmig, Grundfarbe goldgelb, mit bis zu 3/4 orangeroter Deckfarbe leuchtend rot, Schale etwas rau. Geschmack: Süßlich-säuerlich, aromatisch und fruchtig mit zunehmender Lagerung süßer werdend.

Elstar – Leicht säuerlich
Mittelgroßer, gleichmäßig kugeliger Apfel mit bis zu 2/3 oranger, bis kräftig roter Deckfarbe. Geschmack: Saftiges, feinzelliges Fleisch sehr aromatisch, kräftig, süß-säuerlich.

Gala – Mild
Kleine bis mittelgroße, rundliche Früchte, leuchtend rote Deckfarbe, je nach Typ verwaschen bis gestreift. Geschmack: Festfleischig und saftig, süß aromatisch niedriger Säuregehalt, deshalb eher süßlich.

Topaz –saftig und leicht süss-säuerlich
Der Topaz ist eine noch relativ neue Apfelsorte, die 1984 in Tschechien gezüchtetwurde. Hervorzuheben ist die Schorfresistenz dieser Sorte. Der Topaz ist gut für den Bio-Anbau oder den Hausgarten geeignet, weil der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wegen der geringen Krankheitsanfälligkeit reduziert werden kann. Die Äpfel sind mittelgroß und meist gelb, weisen aber oft auch große rot gestreifte Farbanteile auf. Er ist saftig und leicht süss-säuerlich, das Fruchtfleisch ist fest, feinzellig und knackig.

Birnen

Birnen

Wussten Sie´s schon?
Inzwischen gibt es Birnen auch in Buddhaform. Eine spezielle Form, die an den noch sehr jungen Früchten am Baum befestigt wird macht´s möglich. Auf diese Art wachsen die Birnen ganz natürlich in diese Form.

Wo kommt´s her?
Die Birne (Pyrus communis) gehört, wie auch der Apfel, zur Familie der Kernobstgewächse. Es scheint, als hätte die Birne die Menschheit schon von je her begleitet, denn schon im 17. Jahrhundert gab es in Frankreich an die 300 verschiedene Birnensorten. Die heutige Anzahl der Sorten wird auf ungefähr 5000 geschätzt, wobei die bekanntesten die Williams Birne, die Alexander Birne, die Mostbirne, die Gute Luise und auch die chinesische Nashi Birne sind.

Wie sieht´s aus?
Birnenbäume werden sowohl zum Obstanbau (Kultur-Birne) als auch zur Zierde (Blüten, Früchte) angepflanzt. Sie sind meist sommergrün, selten immergrün, mittelgroß und kommen als Bäume oder Sträucher vor. Die Blüten erscheinen vor den Blättern oder zusammen mit ihnen in doldentraubigen bis traubigen Blütenständen. Die Früchte sind meist flaschenförmig, selten auch rundlich. Sie haben eine Länge von 2,5 bis 6 Zentimetern. Bei europäischen Kulturformen können sie auch viel größer sein, bei asiatischen kleiner.

Wie verwende ich´s?
Man kann Birnen entsaftet oder roh als Obst genießen. Zur Qualitätssicherung werden Birnen, die für Handelszwecke verwendet werden, kurz vor ihrer Reife gepflückt. Sie werden dann bis zum Verkauf kühl gelagert und reifen hierbei nach.

Was ist drin?
Neben den Vitaminen A, B und C enthält die Birne auch Mineralstoffe wie Schwefel, Zink, Kupfer, Schwefel, Jod, Magnesium, Phosphor und Kalium. Die beiden letzteren sind aufgrund der entwässernden Wirkung von Kalium und der „nervenstärkenden“ Wirkung des Phosphors besonders wertvoll. Zudem weisen Birnen einen hohen Gehalt an Eisen auf.

Birnen sind ein säurearmes Obst, was sie sehr gut verträglich macht. Sie enthalten in etwa so viel Zucker wie Äpfel, jedoch etwas mehr Eiweiß und Kohlenhydrate. Im Gegensatz zum Apfel hat die Birne einen geringeren Gehalt an Fett und Fruchtsäuren.

Durch den regelmäßigen Genuss von Birnen kann man der Entstehung von Bakterien im Darm entgegenwirken, denn Birnen sind eine regelrechte Wunderwaffe gegen Verdauungsstörungen und anderen Problemen im Darm.

Tipp:
Reife Birnen erkennt man daran, dass Sie bei leichtem Daumendruck an den Stielenden nachgeben.

Erdbeeren

Erdbeeren

Wussten Sie´s schon?
Der botanische Name der Erdbeere „Fragaria vesca“ bedeutet so viel wie „essbarer Duft“.

Wo kommt´s her?
Die Erdbeere gehört zur Familie der Rosengewächse. Die „kleinen“ Verwandten der heutigen Erdbeeren, die Walderdbeeren, spielten wohl schon in der Antike eine wichtige Rolle. Die uns wohl bekannte Gartenerdbeere entstand wohl durch Zufall aus einer Kreuzung der amerikanischen Scharlacherdbeere mit der Chileerdbeere im 18. Jahrhundert. Der inzwischen 300 jährige Siegeszug der Gartenerdbeere hat über tausend Sorten hervorgebracht. In fast allen Klimazonen und auf fast allen Gartenböden gedeiht die Königin der Beeren, während man ihre „kleine Schwester“ die Walderdbeere in Europa und Nordasien, getreu ihrem Namen, entlang von Waldrändern und in lichten Laub- und Nadelwäldern findet.

Wie sieht´s aus?
Je nach Sorte sind Erdbeeren hell- bis dunkelrot gefärbt und rundlich, oval bis spitz geformt. Wichtig: Eine tiefrote Farbe ist keinesfalls ein Garant für ein köstliches Aroma. Inzwischen gibt es auch schon Sorten mit weißem Fruchtfleisch und tiefroten „Nüsschen“.

Wie verwende ich´s?
Erdbeeren sind eine ideale Portionsfrucht, die sich für alle klassischen Fruchtspeisen vom Obstsalat bis zur Torte eignet. Für Milchprodukte aller Art - ob Sahne, Joghurt, Milch oder Quark - sind sie der ideale Aromaspender. Besonders reizvoll sind Varianten mit herzhaften Gerichten wie in Salaten oder Saucen (zu Fisch und Geflügel), wobei sich Erdbeeren nur bedingt zum Garen eignen und nur kurz erhitzt werden sollten. Eingemacht verlieren sie mit der Zeit an Farbe, wenn sie nicht mit ausreichend Zucker und / oder (Zitronen-)säure verarbeitet werden.

Was ist drin?
Neben ihrem köstlichen Aroma zeichnen sich die appetitlich roten Beeren durch einen besonderen Reichtum an Vitaminen (Provitamin A, B1, B2 und C) und Mineralstoffen aus. Die Erdbeere ist nicht nur unter ernährungsphysiologischen Aspekten ein wertvolles Nahrungsmittel, sondern hat durchaus auch heilkundliche Kräfte. Durch ihren relativ hohen Eisengehalt gilt die Erdbeere als förderlich bei Blutarmut. Gleichzeitig aktiviert das in der Erdbeere enthaltene Kalium die Tätigkeit der Nieren und begünstigt dadurch die Entwässerung und Entschlackung des Körpers. Erdbeeren sind also besonders bei Gicht und Rheuma zu empfehlen. Wegen seines niedrigen Kaloriengehalts ist die Erdbeere außerdem ideal in Schlankheitskuren einzusetzen. Wichtige Voraussetzung: die zu behandelnde Person darf keinesfalls an einer Erdbeer-Allergie leiden, wie es heute immer häufiger der Fall ist.

Tipp:
Wenn Sie Erdbeeren einfrieren bleibt das Aroma am besten erhalten, wenn man sie als Fruchtmark einfriert.

Heidelbeere

Heidelbeere

Wussten Sie´s schon?
Die deutsche Bezeichnung der Heidelbeere geht wohl auf "die auf der Heide wachsende Beere" zurück. Bekannt ist die Heidelbeere aber auch unter anderen Namen wie z. B. Blaubeere, Schwarzbeere, Bickbeere oder Waldbeere.

Wo kommt´s her?
Sie ist nahezu in der gesamten kalten und kalt-gemäßigten nördlichen Hemisphäre zu Hause und wächst bevorzugt als Unterwuchs in nicht allzu schattigen Kiefern- und Fichtenwäldern und auf Hochmooren.

Was ist drin?
In und unter der Schale der Blaubeere verbirgt sich ein hoher Anteil von Vitamin C, Beta-Carotin, Vitamin E und Anthocyanen. Die Heidelbeerstoffe gelangen rasch ins Blut, wirken vitalisierend sowie verjüngend. Zudem "fangen" diese Stoffe gemeinsam so genannte freie Radikale und verhindern Oxidationsprozesse im Körper. Das schützt nicht nur vor zahlreichen Krankheiten, sondern bremst auch den sichtbaren Alterungsprozess der Haut.

Dass Heidelbeeren heilkräftig sind, wusste bereits im Mittelalter die Äbtissin Hildegard von Bingen, die als Erste die Heilwirkung der Heidelbeere beschrieb. Der Tee-Aufguss von den Blättern oder auch das Kauen einiger getrockneter Heidelbeeren wurden als probates Mittel bei Entzündungen, Magenbeschwerden oder Durchfall empfohlen.

Neben ihrer Bedeutung in der Pflanzenheilkunde werden Heidelbeeren technisch als Färbemittel verwendet, vor allem aber natürlich für köstliche Süßspeisen.

Tipp:
Wenn Sie auf Ihrer Kleidung einen Blaubeerfleck verursacht haben, dann weichen Sie diesen einfach über Nacht in Zitronensaft ein und waschen Sie das Kleidungsstück anschließend ganz normal.

Johannisbeeren

Johannisbeeren

Wo kommt´s her?
Vermutlich stammt der Strauch aus Asien. Heute sind Johannisbeersträucher in den gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel zu Hause. In Österreich nennt man die Beeren "Ribisel" – eine Anlehnung an den lateinischen Namen ihrer Pflanzengattung "Ribes". Die robusten Sträucher wachsen an halbschattigen, nicht zu feuchten Stellen.

Wie sieht´s aus?
Die Blüten des Johannisbeerstrauchs bilden hängende Trauben. Die saftigen Beeren reifen an dünnen Stielen heran. Man unterscheidet rote, schwarze und weiße Johannisbeeren. Von Mitte Juni bis August sind die Beeren reif zum Sammeln.

Wie verwende ich´s?
Aus der schwarzen Johannisbeere stellt man den berühmten Cassislikör her. Ein guter Schuss Cassiscreme in den Weißwein oder Champagner und fertig ist der wunderbaren Aperitif "Kir Royal".

Eine sehr beliebte Johannisbeersüßspeise ist die Rote Grütze – mit Sahne umwerfend lecker! Die saftigen Beeren verleihen Kuchen, Torten, Eiscremes oder auch Obstgratins ein leicht säuerliches, sehr erfrischendes Aroma. Konservieren kann man sie in Form von Konfitüre, Gelee, Saft, Nektar (Fruchtsaftgehalt mind. 25 %) oder Fruchtwein. Schwarzer Johannisbeer-Tee ist übrigens ein hervorragender Fastenkurbegleiter.

Was ist drin?
Die schwarze Johannisbeere hat einen höheren Fruchtsäuregehalt und enthält besonders viel Vitamin C. Daher schmeckt sie säuerlicher. Alle Produkte aus Johannisbeere wirken günstig auf den Organismus, stärken die Nerven und verbessern den Stoffwechsel.

Kirschen

Kirschen

Wussten Sie´s schon?
Kirsche ist nicht gleich Kirsche, generell unterscheidet man zwischen Sauerkirschen und Süßkirschen. Bei den Süßkirschen wiederum kennt man die so genannten Herzkirschen, die weichfleischig sind, und Knorpelkirschen, die festeres Fruchtfleisch aufweisen. Dunkle (echte) Sauerkirschen, auch Weichseln genannt, die sich durch ihren rot färbenden Saft auszeichnen und Marillen, die einen helleren, nicht färbenden Saft haben werden wiederrum bei den Sauerkirschen unterschieden.

Wo kommt´s her?
Die Wildformen der Kirsche gab es bereits in der Jungsteinzeit in Asien und in den gemäßigten Klimazonen Europas. Der Ursprung der kultivierten Sorten der Kirsche liegt aber im Kaukasus, diese wurde von den Römern nach Europa gebracht.

Wie sieht´s aus?
“Rote Kirschen ess´ ich gern, schwarze noch viel lieber...”
Dieses alte Kinderlied tut wirklich Wahrheit kund, denn je intensiver die Kirschen gefärbt sind, desto reifer und aromatischer sind sie. Einige Kirschsorten reifen wunderbar nach und schmecken dann am besten, wenn sie fast schwarz sind.

Was ist drin?
Was an Süßkirschen begeistert, ist nicht nur der Geschmack: Als richtiges Schlankobst besitzen sie nur wenige Kalorien, dafür umso mehr Mineralstoffe wie Kalium und Eisen. Kirschen sind reich an fast allen Vitaminen der B-Gruppe und Vitamin C. Diese tun unserem Körper gut und machen ihn fit für den Sommer.

Tipp:
Kirschen zu entsteinen ist oft zeitaufwändig und klappt auch mit speziellen Geräten nicht immer einwandfrei. Leichter haben Sie es, wenn sie die Kirschen vor dem Entkernen für ein paar Minuten ins Gefrierfach legen. Der Stein löst sich dann besser und das Fruchtfleisch der Kirsche bleibt fester.

Kirschpflaumen

Kirschpflaumen

Wussten Sie´s schon?
Die Kirschpflaume (Prunus cerasifera), auch Türkenkirsche genannt, wurde bereits vor mehr als 400 Jahren in Mitteleuropa eingeführt und kultiviert. Ursprünglich stammt die Frucht aus Vorderasien und war bei den Römern schon vor 2.000 Jahren auf dem Speiseplan zu finden.

Heutzutage ist die kleine Steinfrucht auf den Plantagen rar geworden. Häufig findet man sie an Feldrändern, auf alten Streuobstwiesen oder als Zierfrucht in Gärten.

Wie sieht’s aus?
Kirschpflaumen wachsen an Sträuchern, die eine Wuchshöhe von 5 Meter erreichen können. Die runde, purpurrote Kirschpflaume hat einen Durchmesser von 2-3 cm. Geschmacklich liegt die Kirschpflaume ganz nah an ihrer großen Schwester der Pflaume.

Was ist drin?
Die gesunden Früchtchen enthalten reichlich Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.   Darüber hinaus  ist sie reich an Antioxidantien, die im Körper wiederum als wertvolle Radikalfänger wirken.

Unsere Kirschpflaumen kommen von den Obstbauern Lillinghofer.

Physalis

Physalis

Wussten Sie´s schon?
Die Physalis ist ein Nachtschattengewächs und ist auch mit vielen bei uns geläufigen Beerensorten verwandt, dazu zählen übrigens auch Tomaten und Kartoffeln.

Wo kommt´s her?
Die auch als Kapstachelbeere bekannte Physalis stammt aus den Anden zwischen Venezuela und Chile. Kultiviert wird sie inzwischen in Australien, Kenia, Indien, Neuseeland, USA und Südfrankreich. Bis heute sind die meisten Ihrer Arten noch an Ihrem ursprünglichen Herkunftsort beheimatet.

Wie sieht´s aus?
Die krautige Pflanze der Frucht wird bis zu 1m hoch. Die papierdünne, anfangs grüne Hülle bildet sich aus einem aufgeblasenem Blütenkelch. Physalis werden im Anbauland in der Sonne getrocknet, so wird die Hülle strohgelb und die Früchte transportfähig.

Wie verwende ich´s?
Die "Trockenblume" entfaltet einen parfümierten Duft und einen leicht säuerlichen Geschmack, hat aber zugleich ein fruchtiges Kirscharoma. Die Früchte können mitsamt den kleinen Kernen gegessen werden.

Was ist drin?
Sie sind reich an Provitamin A, B und C. In Afrika werden die gekochten Blätter der Pflanze als Gemüse gegessen und als Pflaster für entzündete Wunden verwendet.

Tipp:
Mit einer Physalis verziert werden selbst einfache Gerichte und Desserts ein Highlight auf Ihrem Teller.

Rhabarber

Rhabarber

Wussten Sie´s schon?
Der Rhabarber ist mehrjährig. Die Pflanze kann aber erst ab dem 2. Jahr geerntet werden, dafür aber dann für die nächsten 4 bis 5 Jahre. Nach Ende Juni wird er meist nicht mehr geerntet, weil dann der Gehalt an Oxalsäure im Stiel erheblich zunimmt.

Wo kommt´s her?
Bereits vor über 4000 Jahren wurde er im fernen China als pflanzliches Heilmittel geschätzt. Dort wurde er ursprünglich als Arznei gegen Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Marco Polo brachte ihn schließlich nach Europa, wo man die Besonderheiten des Rhabarbers mit der Zeit erkannte. Er gehört zur Familie der Knöterichgewächse, ist unter anderem mit dem Sauerampfer verwandt und botanisch gesehen somit ein Gemüse.

Wie sieht´s aus?
Die Rhabarberpflanze zählt zu den Knöterichgewächsen. Er zählt zu den Gemüsen und nicht zu den Früchten, weil man nur die dickfleischigen Stiele dieser Pflanze verwendet. Diese können bis zu 70 cm lang werden. Auch die Sorten unterscheidet man aufgrund der Beschaffenheit, vor allem der Farben, der Stiele. Es gibt sowohl grüne als auch rote Varianten, die wiederrum beide entweder grünliches oder rötliches Fleisch aufweisen können.

Wie verwende ich´s?
Die Rhabarberstangen lassen sich hervorragend zu Marmelade, Gelee oder Kompott verarbeiten, eignen sich wunderbar als feinsäuerliche Kuchenfüllung und ergänzen sogar herzhafte Gerichte, wie z.B. Suppen. Und um die verschiedenen Rhabarber-Delikatessen das ganze Jahr genießen zu können, kann man gar nicht früh genug mit dem Einkochen von Konfitüren und Kompott beginnen.

Was ist drin?
Rhabarber strotzt vor Vitamin C und besitzt einen hohen Pektin-Anteil. Dieser Ballaststoff wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd.

Tipp:
Die auch in den Stielen noch vorkommende Oxalsäure hat im menschlichen Körper eine unangenehme Eigenart: Sie bindet Calcium, wodurch es für den Körper nicht mehr verwertbar ist! Es gibt jedoch zwei simple Tricks, die Oxalsäure zu verringern: Gleich nach dem Schälen und Kleinschneiden werden die Stücke kurz in kochendes Wasser getaucht (blanchiert) und dieses, mit der Säure angereicherte Wasser, wird weggeschüttet. Oder der Rhabarber wird mit milchhaltigen Speisen kombiniert, wie Flammeri, Pudding, Vanillesoße, Milchreis, Quark etc. — das mildert die Säure und gleicht vor allem das Calcium im Körper wieder aus.

Zwetschgen

Zwetschgen

Wussten Sie’s schon?
Frische Zwetschgen haben einen wachsartigen, matten und wohl duftenden Überzug, der sie vor Austrocknung und Insekten schützt.

Wo kommt´s her?
Die Bezeichnung „Zwetschge“ für eine bestimmte Art von Pflaumen tauchte erstmals im 15. Jahrhundert in Süddeutschland auf. Genießen konnten die Menschen diese besondere Pflaumenvariante allerdings schon früher, denn bevor die „Zwetschge“ als solche bekannt wurde, war sie als „Frucht von Damaskus“ im Handel.

Wie sieht´s aus?
Zwetschgen sind oval mit spitz zulaufenden Enden und in der Regel kleiner als Pflaumen. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch eine intensive, dunkelblaue oder lila Färbung und das Fehlen der, für Pflaumen typischen, Bauchnaht aus.

Wie verwende ich´s?
Die aromatischen, würzig-süßen Früchte mit dem frischen, säuerlichen Einschlag werden nicht nur frisch verzehrt, sondern auch zur Herstellung von Mus, Kuchen, Trockenobst oder Obstbrand verwendet. Sie eignen sich besonders gut zum Backen und Kochen, da ihr festes Fruchtfleisch auch bei Hitzeeinfluss seine Struktur behält. Gut ergänzen sie auch Fleischgerichte, beispielsweise als Soßenbestandteil.

Was ist drin?
Lecker und gesund – eine tolle Kombination. Zwetschgen enthalten viele Vitamine, darunter das Provitamin A, die Vitamine C, E und K sowie viele B-Vitamine. Letztere können, in Verbindung mit Zink, Depressionen entgegenwirken und die Stimmung heben. Neben Zink sind auch wichtige Mineralstoffe und andere Spurenelemente (Kupfer und Kalium) enthalten. Die blauen Pflanzenfarbstoffe in der Zwetschge, die Anthocyane, sollen zudem freie Radikale binden, den Alterungsprozess der Gefäße verlangsamen und Fettablagerungen in diesen entgegenwirken. Ballaststoffe und das zuckerähnliche Sorbit in der Zwetschge können die Verdauung in Schwung bringen, aber auch schnell zu einer abführenden Wirkung führen.

Tipp:
Zwetschgen lassen sich gut zum späteren Verzehr einfrieren. Wichtig dabei ist nur, die Früchte vorher zu entsteinen, weil sie sonst bitter schmecken können.