Aktuelles

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Reife Sojabohnen

Bio- & Produktwissen

Gute Soja – schlechte Soja

Soja ist in aller Munde: Tofu und Margarine sind nur zwei von rund 30 000 Lebensmitteln in Europa, in denen die eiweißreiche Bohne steckt. Das macht sie zu einem der zentralen Bausteinen unserer Ernährung. Sie ist nicht nur aus ernährungsphysiologischer, sondern auch aus historischer Sicht interessant.

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Natürliche Sonnenschutzmittel

Bio- & Produktwissen

Wochenend' und Sonnenschein

Das Regenintermezzo ist vorbei, nun lockt uns der strahlende Sonnenschein wieder ins Freie. Der Spaß hat aber auch seine Schattenseiten: Sonnenbrand und Hautkrebs. Zwar sind die Gefahren des Sonnenbadens hinlänglich bekannt, dennoch bestehen immer noch Unsicherheiten über die Schutzmechanismen von Sonnenschutzmitteln und darüber, wie sie auf den menschlichen Organismus wirken.

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Isarland Ökokiste läuft

Rund um die Ökokiste

Isarland Ökokiste. Läuft

Der Startschuss ist gefallen. Die Tagwerk Ökokiste heißt nun Isarland Ökokiste. Einen Tag vor der Umfirmierung ist unser sportliches Laufteam noch unter dem Namen Tagwerk Ökokiste erfolgreich über die Ziellinie des B2Run-Firmenlaufs 2017 gelaufen. Unser Kollege Ben berichtet.

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"Ned hudeln": 25 Jahre Slow Food Deutschland

Wenn Sie selbst Gemüse anbauen, haben Sie es früher oder später mit Schnecken zu tun. Dabei werden Sie sicher beobachtet haben, dass das Tier, das gerne mit Langsamkeit und Behäbigkeit verbunden wird, recht schnell sein kann, wenn es um das Verspeisen von jungen Salaten, zarten Kohlrabis oder würzigen Kräutern geht. Trotz ihres Fast-Food-Verhaltens hat es die Schnecke zu Recht zum Wappentier der Slow Food-Bewegung geschafft, denn sie ist eine Feinschmeckerin. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von „Slow Food Deutschland“ stellen wir den Verein vor.

Erneuerung durch Tradition

Als der Journalist und Soziologe Carlo Petrini 1986 in Norditalien mit seinen Mitstreiter/innen die Bewegung „Arcigola“ gründete, ging es dabei hauptsächlich um die Erneuerung der italienischen Weinkultur. Diese hatte in den Jahren zuvor ihren Tiefpunkt mit dem sogenannten Methanol-Skandal erreicht: Gepanschte Weine kosteten 22 Menschen das Leben und führten zu gesundheitlichen Schäden bei über 100 Betroffenen. Als diese gefährlichen, profitablen Tricksereien bekannt wurden, kam es zu einem starken Image- und Absatzverlust beim norditalienischen Wein. Etwa zur selben Zeit eröffnete in der Altstadt von Rom eine Filiale der US-amerikanischen Schnellrestaurantkette McDonald’s. Das öffentliche Protestessen gegen diesen Angriff auf die kulinarische Tradition Italiens, das Carlo Petrini und Redakteur/innen der Tageszeitung „Il Manifesto“ initiierten, ist mittlerweile Legende. Die Bewegungen gegen den Niedergang der (italienischen) Esskultur führten schließlich zur Gründung von „Slow Food“ in Paris im Jahr 1989. Das zugehörige Manifest richtet sich gegen die negativen Folgen des „Fast Life“ und plädiert für eine allgemeine Entschleunigung und die Rückbesinnung auf eine geruhsame, sinnliche Lebensführung, die mit der Reaktivierung des kulinarischen Genusses beginne. „Gut, sauber und fair“ lautet die Formel, die Carlo Petrini für gute Lebensmittel formuliert hat, d.h. dass bei deren Bewertung die sinnliche, ökologische, soziale, kulturelle, politische und ökonomische Dimension gleichermaßen eine Rolle spielen. Daraus ergeben sich hohe Ansprüche an die täglichen kulinarischen Entscheidungen, die wir Verbraucher/innen oft genug zu unachtsam fällen.

Slow Food Deutschland startet in der nördlichsten Stadt Italiens

Auch wenn die Hauptakteure aus Italien stammen, ist Slow Food als internationale Vereinigung angelegt. Schließlich hat sie auch einer global vernetzten Agrarindustrie den Kampf angesagt. Bald darauf entstanden nationale und regionale Gruppierungen in aller Welt, hauptsächlich aber in Europa und Nordamerika. Ausgehend von der Initiative des Weinhändlers und Verlegers Eberhard Spangenberg, der eine deutsche Ausgabe des Restaurantführers "Osterie d'Italia" von Slow Food plante, wurde 1992 in der nördlichsten Stadt Italiens die Gründung von Slow Food Deutschland angestoßen. Und so war 1995 auch die erste Geschäftsstelle des Vereins in München beheimatet. Inzwischen hat es Slow Food Deutschland mit 14 000 Mitgliedern auf die zweitstärkste Vereinigung des internationalen Netzwerks gebracht. Nur die italienische Branche ist stärker. Mit den Jahren ist die Bewegung bedeutend politischer geworden. Standen zu Beginn der Erhalt kulinarischer Traditionen im Vordergrund, steht Slow Food Deutschland für die Reformierung der Agrarwirtschaft und die Stärkung von Verbraucherrechten ein. Ziel der Lobbyarbeit des Vereins ist die Abkehr von der Agrar- und Lebensmittelindustrie und die Bewahrung der bäuerlichen Landwirtschaft sowie der handwerklichen Lebensmittelproduktion unter dem Vorzeichen der ökologischen, sozialen, kulturellen, politischen und ökonomischen Nachhaltigkeit. Dazu gehören eine faire Entlohnung der Erzeuger/innen, die Wertschätzung gesunder Lebensmittel und die Stärkung der regionalen Geschmacksvielfalt.

Genuss statt Profit: „Wir haben es satt“

Dafür geht Slow Food Deutschland zusammen mit Umweltverbänden, Erzeuger-Verbraucherinitiativen und Entwicklungsorganisationen auch auf die Straße: Unter dem Motto „Wir haben es satt“ findet jedes Jahr zur „Grünen Woche“ eine Demonstration in Berlin statt, die lautstark auf die Folgen der weiteren Industrialisierung der Landwirtschaft auf Umwelt, Tierwohl und Gesundheit der Verbraucher/innen aufmerksam macht. So konstatiert Ursula Hudson, die aktuelle Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Wir können es uns schlichtweg nicht leisten, in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion so zu wirtschaften wie bislang. Unsere natürlichen Ressourcen sind endlich und die Folgen der industriellen Lebensmittelproduktion gravierend. „Zur Umsetzung eines zukunftsfähigen Lebensmittelsystems ist es unabdingbar auf nationaler und EU-Ebene eine ganzheitliche Ernährungspolitik umzusetzen.“ In diesem Sinne will der Verein auch im Rahmen seines Jubiläums die Öffentlichkeit für die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln werben. Und zwar nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Genuss und Achtsamkeit.

Link zu Slow Food Deutschland

Foto: Sandrine Néel

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