Neuer Firmensitz im Zeichen der Energieeffizienz

Neuer Firmensitz der Isarland Ökokiste in Taufkirchen

In den kommenden Wochen stellen wir Ihnen den neuen Firmensitz in Taufkirchen und die Neuerungen vor, die mit dem Umzug und dem Zusammenschluss der ehemaligen Tagwerk Ökokiste mit der Ökokiste Hofgut Letten einhergehen. Das neue Gebäude sollte zentral im Liefergebiet liegen und für die Mitarbeiter/innen sowohl aus Riem als auch aus Letten gleichermaßen erreichbar sein, wenn möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Daher fiel die Entscheidung auf den Standort Taufkirchen im Südosten Münchens, wo ein bereits bestehendes Gebäude aufwändig saniert wurde. Beate Mayer, die Inhaberin der Isarland Ökokiste und Bauherrin des neuen Firmensitzes, spricht im Interview über die Modernisierungsmaßnahmen beim Umbau zu einem energieeffizienten, ressourcenschonenden Betriebsstandort mit guten Arbeitsbedingungen und modernster Kühltechnik für frisches Bio-Obst und Gemüse.

Bei der Konzipierung des neuen Firmensitzes hat sich die Geschäftsleitung gegen einen Neubau auf der grünen Wiese und für die Übernahme samt Umbau eines bereits bestehenden Gebäudes entschieden. Was waren die Gründe dafür? 

Beate Mayer: Ein Neubau kam zunächst aus finanziellen Gründen nicht in Frage. Auch drängte die Zeit, denn in den bestehenden Gebäuden der beiden Ökokisten wurde der Platz eng. Ein passendes Mietobjekt in Taufkirchen, bei dem wir den kompletten Einbau auf eigene Kosten übernehmen, war die Alternative. Damit werden zudem keine weiteren Flächen versiegelt, so setzen wir auch ein Zeichen in Bezug auf den zunehmenden Flächenfraß. Nun ist von uns ein Altbau sorgfältig modernisiert und auf den aktuellsten Stand gebracht worden, was die Energieeffizienz angeht. 

Der Umbau stand ganz unter dem Vorzeichen der Ressourcenschonung und des Umweltschutzes. Welche Überlegungen und Maßnahmen umfasst dieses Programm? 

Beate Mayer: Bereits bei der Bauplanung haben wir die sachkundige Firma „GL Energielösungen“ aus München eingebunden, damit wir von Anfang an aufgrund des Expertenrats handeln konnten. Unsere selbst gesteckten Ziele und Vorgaben an die beteiligten Bauunternehmen waren: Energie sollte soweit wie möglich eingespart und im benötigten Umfang von uns selbst erzeugt werden. Zentral bei der Lagerung und Verpackung der frischen Lebensmittel ist die Kühltechnik. Die Kälteanlage läuft nun auf Basis eines Kaltwassersatzes(1700 Liter Wasser), angetrieben von nur 6kg natürlichem Kältemittel Propan und ist damit auf dem neuesten Stand der umweltfreundlichen Technik. Der Vorteil davon ist: Dieses Gas hat ein sehr geringes Treibhaus- und kein Ozonabbaupotenzial. Das GWP (Global Warming Potential) unserer Kühltechnik konnte damit von GWP4500 auf GWP3 gesenkt werden.

Welche Baumaßnahmen sind bereits erfolgt und welche sind in der Zukunft geplant? Hast du weitere Visionen für die umweltfreundliche Gestaltung der Isarland Ökokiste? 

Beate Mayer: Zunächst haben wir eine sehr effiziente Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert. Ergänzt wird sie durch ein Gas-Blockheizkraftwerk, das mit Öko-Gas von den regionalen Stadtwerken Rosenheim läuft und somit CO2-frei ist. Die beiden Energiequellen ergänzen einander perfekt: Tagsüber und vor allem im Sommer erzielt die Photovoltaikanlage den höchsten Energieertrag, das Blockheizkraftwerk läuft in der Regel im Winter. Dann produziert es ca. ein Drittel Strom und zwei Drittel Abwärme, die wir zum Beheizen der Räume nutzen. So erzeugter Strom, den wir nicht verbrauchen, wird ins Netz eingespeist. Für eventuellen Zukauf von Öko-Strom haben wir einen Vertrag mit der innovativen Firma Lichtblick, die ausschließlich Energie aus regenerativen Energiequellen anbietet.

Ein weiterer Aspekt des energieeffizienten Umbaus besteht in der Beleuchtung der Räume. Von der Packhalle bis zu den Büros werden ausschließlich LED-Lampen verschiedenster Bauart eingesetzt.

Wir haben bei der Planung aber noch weitergedacht, denn für die Zukunft bauen wir auf Elektromobilität. Die Photovoltaikflächen auf dem Dach sind weiter ausbaubar, so dass wir künftig auch für die Betankung von Elektro-Lieferwägen ausreichend Strom generieren könnten. Das wurde bereits bei der Festlegung des Anschlusswertes im Gebäude festgelegt. Jetzt warten wir nur noch darauf, dass die entsprechenden Lieferfahrzeuge am Markt angeboten werden.

Foto: Christian Supenkämper

Zurück

Einen Kommentar schreiben