Isarland definiert "regional" neu

Der Obergrashof ist 15 km von München entfernt

Die Vorgänger-Betriebe der Isarland Ökokiste sind aufgrund der Überzeugung ihrer Gründer/innen entstanden, dass die regionale, möglichst direkte Vermarktung von ökologisch produzierten Lebensmitteln ein wichtiges Instrument zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe, zur Verbesserung der Lebensmittelqualität und zum Umweltschutz ist. Auch nach über zwanzig Jahren sind wir der Regionalität treu geblieben. Nun haben wir „regional“ neu definiert: Nicht weiter als 180 km von München dürfen unsere regionalen Erzeuger entfernt sein, um als solche zu gelten. „So nah wie möglich, so weit wie nötig“ ist unsere Devise.

So nah wie möglich, so weit wie nötig

Die Gärtnerei Beeren & Co am Hofgut Letten ist 43 km von München entfernt

Die meisten unserer Partner aus der Landwirtschaft unterschreiten diese Distanz. Unsere Gärtner in Letten liefern Salat und Gemüse aus 43 km Entfernung, die Kartoffeln vom Demeterhof Knoll wachsen 78 km, die Erdbeeren und der Spargel vom Biohof Keil 94 km vor München. Der Pfänderhof befindet sich in 64 km Distanz, der Weg vom Biolandhof Fuchs beträgt 51 km. Der Obergrashof ist mit 15 km Entfernung unser nächstgelegener Lieferant, gefolgt vom Fritzhof, dessen Wintergemüse auf 25 km entfernt gelegenen Äckern wachsen. Unsere niederbayerischen Lieferanten Laurer, Stockner und Wiethaler sind zwischen 100 und 130 km weit entfernt. Den weitesten Weg legen mit 170 km die Äpfel und Birnen vom Demeter-Betrieb Schlachtenberger in der Bodenseeregion zurück.

Warum ist regional wichtig?

Der Biohof Fuchs ist 51 km von München entfernt

Bei Lebensmitteln bedeutet Regionalität, dass sie oder ein möglichst großer Teil ihrer Rohstoffe aus der Region stammen und auch ihre Verarbeitung vor Ort stattfindet. In der ökologischen Landwirtschaft hängt der Regionalgedanke eng mit dem grundlegenden Prinzip der Kreislaufwirtschaft zusammen. Dieses bedeutet, dass Ackerbau und Viehzucht miteinander verbundene Bestandteile des Kreislaufs sind, in dem die pflanzenfressenden Tiere den Boden düngen, damit wieder Pflanzen wachsen können. Mit „regionalen Kreisläufen“ werden auch die Strukturen bezeichnet, in denen Landwirtschaft und verarbeitendes Lebensmittelhandwerk sowie die Vermarktung und die Verbraucher/innen vor Ort kooperieren. Je enger und näher die Zusammenhänge sind, desto besser funktionieren die Kreisläufe.

Der Königsweg: regional und saisonal

Der Biohof Keil ist 94 km von München entfernt

Direktverarbeitung und Direktvertrieb sind der Königsweg, denn so können zum einen die Nachfrage und das Angebot möglichst passgenau aufeinander abgestimmt werden, um beispielsweise Überproduktion zu vermeiden. Zum anderen sind die Transportwege hierbei am kürzesten, der Energieaufwand wird so verringert. Schließlich unterstützt die Vermarktung und der Einkauf von Lebensmitteln aus der Region deren Struktur, Arbeitsplätze im lebensmittelproduzierenden und -verarbeitenden Sektor bleiben erhalten und die Abwanderung aus der Region wird abgemildert.

Mit dem Saisonkalender richtig einkaufen

Neben dem Raum, in dem die Lebensmittel erzeugt werden, spielt auch die Zeit eine Rolle. Obst und Gemüse wachsen nicht zu jeder beliebigen Zeit. Jede Frucht und jedes Gemüse hat eine bestimmte Saison. Bei Lebensmitteln tierischen Ursprungs kommen die Lebenszyklen der Tiere für das saisonale Angebot beispielsweise von Käse zum Tragen. Als Hilfe beim regionalen und saisonalen Einkauf, finden Sie einen Saisonkalender auf unserer Website. Zudem kennzeichnen wir Produkte aus der Region und Produkte von Herstellern aus der Region in unserem Shop.

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Kommentar von Petra Weiß |

Wie war denn die frühere Definition von "regional"? Diese Auskunft fehlt mir noch in ihrem Bericht.

Antwort von Marketing

Liebe Frau Weiß,

wir haben die Entfernung von 200 km auf 180 km reduziert.

Herzliche Grüße

von Ihrem Isarland-Team