„Grüß Gott, hier ist Ihre Ökokiste“

Fahrer Wotan beim Liefern der Ökokiste

Als Praktikantin bei der Isarland Ökokiste habe ich das Glück in alle Abteilungen für einen Tag hineinschnuppern zu dürfen. Letzte Woche stand in meinem Kalender: Transportlogistik und bedeutete, dass ich einen Tag lang einen Fahrer auf Auslieferungstour begleiten würde.

„Ökokisten-Tetris“: Die Lieferfahrzeuge werden beladen

Antonello, der Abteilungsleiter Transportlogistik, hatte für mich die Tour mit dem Fahrer Wotan in Richtung Südosten über Glonn, Holzham bis nach Bruckmühl ausgesucht. Der Tag begann um 6:30 Uhr, etwas früher als gewohnt für mich. Der Grund dafür ist das aufwendige Beladen der Lieferfahrzeuge. Damit alle Fahrzeuge frühmorgens an den sechs Stellplätzen beladen werden können, gibt es ein ausgeklügeltes 3-Schicht-System. Der Arbeitstag beginnt deshalb mit der ersten Schicht um 5:30 Uhr – Glück gehabt! Eine Stunde haben die Fahrer Zeit, um ihre Autos zu beladen. Damit dies reibungslos abläuft, wird die Ware vorab am jeweiligen Beladeplatz bereitgestellt. Die Kisten sind dort zunächst noch nach Farben, d.h. nach Produktbereichen sortiert: So gibt es einen Rollwagen mit blauen Kisten für Produkte, die gekühlt werden müssen, einen mit gelben Kisten für ungekühlte Ware aus dem Zusatzsortiment und eine Palette mit grünen Kisten für die Obst- und Gemüsebestellungen. Zusätzlich stehen Brot und Backwaren, frisch von den Bäckereien, bereit. Um das Ausliefern zu erleichtern, sortieren die Fahrer die Kisten neu. Die verschiedenen Kisten der einzelnen Bestellungen werden zusammengeführt und in der Reihenfolge der Belieferung in die Autos gestapelt. Schließlich steht die Lieferung für die erste Kundin ganz vorne, damit der Fahrer vor Ort nicht mehr suchen muss. Bei der Kontrolle, ob alle Kisten richtig eingepackt sind, wird der Fahrer von einer App unterstützt. Sie zeigt an, welche Bestellung zu welchem/r Kunden/in gehört und wie die Tour verläuft. Nach dieser Prozedur und dem letzten prüfenden Blick ging die Fahrt am Mittwochmorgen los.

Los geht´s: die Liefertour

An diesem Tag standen zwei Neukund/innen auf dem Plan, deren Belieferung der Fahrer selbst einplanen muss. Vor dem ersten Besuch steht manchmal die Suche nach dem Haus und Hauseingang an. So erreichten auch wir die neue Kundin erst nach einem Umweg. Ansonsten verlief die Tour aufgrund der Erfahrung von Wotan routiniert. Die Bestellungen wurden persönlich übergeben oder am vereinbarten Platz abgestellt – oftmals handelte es sich dabei um Garagen. Die Info über den Abstellort ist übrigens auch in der App vermerkt. Im Gegenzug nahmen wir leere Kisten von der letzten Lieferung mit. Wotan bevorzugt den Kontakt mit den Kund/innen: „Ich liebe es, den Kunden die Kiste persönlich in die Hand zu geben“. Meist wusste er, welche Kund/innen schon auf die Bestellung warten und ihm die Tür öffnen würden. Bei einem Kunden konnte er sogar dessen Abwesenheit prognostizieren: „Eigentlich hätte er schon die Tür geöffnet. Der ist bestimmt nicht da, sonst wartet er immer am Fenster“. Nach jeder Auslieferung bestätigte Wotan diese mit der App. Dadurch kann der Kundenservice bei Nachfragen über den Lieferstatus Auskunft geben. Nach der Mittagspause setzten wir die Tour fort: Bestellungen aus dem Wagen nehmen, das Brot nicht vergessen, klingeln und warten oder die Kiste am üblichen Platz abstellen, Leerkisten mitnehmen, in der App die Auslieferung bestätigen. Weiter geht’s zum/r nächsten Kunden/in. Ich hatte bei meiner Hospitation das Glück, mit Wotan über Land zu fahren. In der Stadt gestalte sich zum einen das Parken stressiger, zum anderen seien sehr viel mehr Treppenstufen zu bewältigen, erzählte Wotan. Das Sportprogramm bei Stadttouren ist also garantiert. Am frühen Nachmittag waren schließlich alle Ökokisten ausgeliefert und wir konnten zurückkehren. In Taufkirchen wurden wir von den Kolleg/innen bereits erwartet, da unsere Leerkisten bereits für die nächsten Lieferungen eingeplant waren!

Zurück

Einen Kommentar schreiben