Agrarwende mit der Ökokiste

Sophie Erdmann für die Isarland Ökokiste bei der Demo "Wir haben es satt!" in Berlin

Am Samstag, den 20. Januar versammelten sich in Berlin über 30 000 Demonstrant/innen, um sich für eine zukunftsfähige Landwirtschaft einzusetzen. Unsere Kollegin Sophie Erdmann, Assistentin der Geschäftsführung, berichtet von dieser eindrucksvollen Demonstration:

Auf dem Traktor nach Berlin

Es war ein lauter und bunter Protestmarsch, der die Agrarminister aus aller Welt wachrütteln sollte. Beteiligt haben sich junge und alte Menschen verschiedenster gesellschaftlicher Milieus, aus den Städten und Dörfern aller Regionen Deutschlands. Sie teilen die Sorge um die Zukunft von Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt und Tierwohl. Denn die traditionelle bäuerliche Landwirtschaft wird zunehmend von wachsenden Konzernmächten geschwächt und massiv unter Druck gesetzt.

Viele sind dem Aufruf der Organisator/innen gefolgt und haben Kochtöpfe und -löffel mitgebracht, um vor dem Wirtschaftsministerium geräuschvoll für Aufmerksamkeit zu sorgen. Schwer beeindruckt war ich wieder von den rund 160 Traktoren. Landwirt/innen kamen aus allen Winkeln der Republik zur Demo damit angerollt und saßen teilweise über zehn Stunden auf dem Kutschbock. Der Sprecher der Fahrergemeinschaft und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Martin Schulz, bedauerte in seiner Rede die mangelnde Bereitschaft der Politik, die Agrarwende finanziell und durch eine entsprechende Gesetzgebung zu unterstützen.

Bäuerliche Landwirtschaft für eine enkelgerechte Zukunft

In den letzten zwölf Jahren musste ein Drittel der deutschen Bauernhöfe schließen, während Agrarfabriken einen Zuwachs verzeichnen konnten. Um diese Entwicklung aufzuhalten und eine enkelgerechte Zukunft zu sichern, müssen wir gemeinsam kleinen landwirtschaftlichen Betrieben gesellschaftlichen Rückhalt bieten und den Anbau gesunder, umweltverträglicher Lebensmittel sichern.

Der Bürgermeister der Gemeinde Mals in Südtirol, Ulrich Veith, sorgte auf dem Podium für Optimismus, indem er erzählte, wie seine Gemeinde mit Engagement und Idealismus schaffte, pestizidfrei zu werden. Auf diesem Weg, so sein Appell, kann mit genügend Mut und Ausdauer ein noch weitreichenderes Pestizidverbot erreicht werden.

Ökokiste unterstützt die bäuerliche Landwirtschaft

Die Isarland Ökokiste geht mit ihren Kund/in seit Jahren einen Weg der fairen und wertschätzenden Partnerschaft mit der bäuerlichen Öko-Landwirtschaft. Deren Unterstützung ist ein aktiver Beitrag zum Schutz von Boden, Luft, Wasser, Pflanzen- und Tiervielfalt.

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