Rosé-Zeiten

Cooperativa Orsogna in den Abruzzen (c) Bioweine Peter Riegel

Mit voranschreitendem Frühling kommt Farbe ins Glas, mal in zartem Rosa, mal lachsfarben, manchmal in leichtem Kirschrot oder mit leichtem rötlichem Schimmer. Die Rosé-Saison hat begonnen.

Wie kommt die Farbe in den Wein?

Lange wurden Roséweine als weniger edle Tropfen abgetan. Vielleicht lag es am Farbton, der eher liebliche Weine suggeriert oder daran, dass manche Winzer zu diesem Ruf beigetrugen, indem sie aus überschüssigen Trauben einen günstigen Wein mit genügend Restzucker produzierten. Doch die Zeiten, als man dachte, „so etwas steht doch bei der Großtante neben dem Melissengeist“, sind längst vorbei – und im Bioweinbau erst recht.

Ein weiteres, immer noch beliebtes Gerücht ist, Roséweine wären eine Mischung aus weißen und roten bzw. blauen Trauben. Das trifft in den seltensten Fällen zu und ist in Europa nur in Ausnahmen üblich. Diese Cuvées treten dann unter einer eigenen Bezeichnung (z.B. Schillerwein, Rotling) auf, die sie als solche kenntlich machen.

Tatsächlich wird der Rosé aus roten Trauben hergestellt, er erhält seine Färbung aus deren Schale. Der Kontakt des Mosts mit den Schalen ist jedoch viel kürzer als beim Rotwein. Gelegentlich wird der Saft sofort aus den Trauben gepresst, was für einen helleren Ton sorgt.

Von da ab unterscheidet sich der Weg der Vinifizierung nicht mehr von dem des Weißweins. Deshalb sind Roséweine auch nicht lieblicher als andere Weine. Wie diese behalten sie Restsüße, wenn man die Gärung, also die Umwandlung in Alkohol, vorzeitig abbricht. Geschieht dies nicht, erhalten wir einen trockenen Wein. Meist ist ein Rosé etwas fruchtiger als ein Weißer und mit moderaten Tanninen versehen, gelegentlich ebenso trocken oder spritzig. Getrunken wird er jedoch immer gut gekühlt (10 bis 14°C).

Der beste Rosé-Moment

Genießen Sie Rosé, Rosado oder Rosato, ob als Aperitif, Begleiter zu leichten, auch vegetarischen Gerichten oder aus purer Frühlingslaune heraus, in unserem Wein-Sortiment werden Sie sicher fündig.

Wie wäre es etwa mit dem „Aufspiel“ Rosé QW vom rheinhessischen Weingut Keth – elegante Flasche, überzeugender Inhalt. Matthias Keth, einer der Aufsteiger der deutschen (Bio-)Winzer, überrascht mit einem frischen, unbeschwerten Rosé. Am Gaumen entfaltet er sich herrlich fruchtig. 11,9 % Alkohol, vegan.

Oder wählen Sie den 'Pettirosce' Cerasuolo d'Abruzzo Rosato DOP von der Kooperative Orsogna (Abruzzen), in Demeter-Qualität. Ein etwas kräftiger und eingängiger Cerasuolo, Duft nach Kirschen und Beerenfrüchten, aus der Montepulciano-Traube. 13,5 % Alkohol, vegan, Bronze Sommelier Wine Awards 2018.

 

Für weitere ausgesuchte Vorschläge geben Sie bitte in unserem Online-Shop „Roséwein“ als Suchbegriff ein.

Foto: (c) Bioweine Peter Riegel

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