Im Sprossenparadies

Sprossen-Mix vom Sprossenparadies bei der Isarland Ökokiste

Ob als „Keimlinge“, „Keimsprossen“ oder „Sprossen“ bezeichnet, bei den Jungpflänzchen, die mit dem Durchbrechen der Samenschale entstehen, handelt es sich genau genommen um Keimlinge. Gekeimt werden können Hülsenfrüchte, Getreide, Ölsaaten oder Gemüsesamen. Wasser, Wärme und Licht reichen aus, um das Saatgut zum Leben zu erwecken. Erst wenn das Wasser die Samenschale durchdringt, quillt der Samen, platzt die Schale auf und das Wachstum der Pflanze beginnt.

Vitaminbömbchen

Samenkörner speichern während der Wintermonate die Nährstoffe, die die Pflanze zu ihrer Entwicklung braucht. Dieser Nährstoffreichtum macht sie auch für die menschliche Ernährung interessant. Deshalb besteht ein großer Teil unseres Speiseplans aus Samenkörnern wie Getreide oder Hülsenfrüchte. Da Körner für den Menschen aber recht schwer verdaulich sind, müssen sie durch Kochen oder Backen aufgeschlossen bzw. verdaulicher gemacht werden. Durch die Hitzeeinwirkung werden die Zellen teilweise zerstört, um die Nährstoffe den menschlichen Verdauungsenzymen zugänglicher zu machen. Hitze zerstört aber auch Inhaltsstoffe der Pflanze, wie etwa Pflanzenenzyme oder Vitamine. Der Keimprozess bewirkt ebenfalls eine bessere Verdaulichkeit der Samenkörner, allerdings nicht zum Preis des Vitaminverlusts. Während des Keimens steigen Wasser- und Proteingehalte an, gleichzeitig werden Kohlenhydrate und Fette Inhaltsstoffen ab- bzw. umgebaut. Bei Hülsenfrüchten verringert sich beispielsweise der Gehalt an blähenden Oligosacchariden.

Aromatische Bereicherung für Ihre Gerichte

Keimlinge können Sie sehr vielseitig verwenden. Rohe Getreide- und Ölsaatensprossen eignen sich beispielsweise fürs Müsli oder für Obstsalate. Die zarten Keimlinge beispielsweise von Alfalfa oder Knoblauch bereiten Sie in warmen Speisen vitaminschonend zu, indem Sie sie erst direkt vor dem Servieren darüberstreuen. Knoblauch, Radieschen und Kohlrabi verleihen Suppen und Salaten eine frische Note und intensive Würze. Sprossen aus Hülsenfrüchten eignen sich als Rohkost jedoch nicht. Sie sollten wegen ihres hohen Gehalts an Phasin erhitzt werden. Nur die Keimlinge der Mungobohnen enthalten kein Phasin und können deshalb auch als Rohkost verwendet werden.

Sprossen richtig lagern und vorbereiten

Sprossen sind hinsichtlich der Mikrobiologie sensible Produkte. Deshalb sollten beim Lagern und Zubereiten einige Hygienemaßnahmen getroffen werden. Sprossen schmecken frisch geerntet am besten. Nach Öffnen der Verpackung lagern Sie sie am Besten in luftdurchlässigen Kunststoffbehältern bei einer Temperatur zwischen 3 und 5 °C, denn erst bei 5 °C und kühler stoppt die Vermehrung der meisten Bakterien. Prüfen Sie, ob Ihr Kühlschrank auf diese Temperatur eingestellt ist. Bei der Haltbarkeit können Sie sich am Datumsaufdruck auf der Packung orientieren. Sprossen wäscht man am besten unter fließendem kaltem Wasser, am besten in einem Sieb. Pflücken Sie die Sprossen auseinander und schwenken Sie sie, damit alle Sprossen gut gewaschen werden.

Sprossen aus dem Paradies (in Gauting)

Unser Sprossen-Lieferant ist das Sprossenparadies in Gauting, ein regionaler Betrieb, der auf Sprossen in Bio-Qualität spezialisiert ist. Gekeimt wird dort bestes Saatgut aus biologischem Anbau von geprüften Vertragslieferanten. Bevor das Saatgut in die Produktion gelangt, wird es angekeimt und im Labor auf gesundheitsgefährdende Keime (z. B. EHEC, Salmonellen) untersucht. Auch Wasserqualität, Luftzirkulation und Temperaturführung müssen ständig überprüft werden. Nach der Ernte, bei der Verpackung Lagerung und beim Transport wird auf eine geschlossene Kühlkette geachtet. Generell gelten hohe Hygienestandards. Dennoch bleiben Sprossen natürliche, lebendige Produkte mit einer natürlichen Flora der Blattoberfläche oder der Rhizosphäre von Pflanzen. Diese Keime kommen auch natürlich in der Luft und im Boden vor und sind unschädlich.

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