Öko-Metzgerei Landfrau

im Sortiment

Wurst und Fleischwaren, z.B. Wiener, Aufschnitt, Leberwurst, Gulasch, Steaks

Anbauverband & Lage

Naturland

Emmering bei Fürstenfeldbruck, 30 km von München

Der Betrieb
  • seit 1988 im Unternehmensverbund der Hofpfisterei
  • Kooperation mit Vertragslandwirten
  • Naturland-zertifiziert
  • EMAS-zertifiziert
  • Ausbildungsbetrieb

Im Unternehmensverbund mit der Hofpfisterei

Die Öko-Metzgerei Landfrau hat ihre Betriebsstätte seit 2005 in Emmering, westlich von München in der Nähe von Fürstenfeldbruck. Gegründet wurde die Metzgerei 1998 als Ergänzung zur Bäckerei „Hofpfisterei“. Die Landwirte können dadurch neben ihrem Brotgetreide für die Bäckerei auch ihre Masttiere über den Unternehmensverbund vermarkten. Auf einem Betrieb Ackerbau und Viehhaltung zu betreiben und dadurch eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren, ist das Ziel der ökologischen Landwirtschaft. Die Gründung des Unternehmensverbunds der Hofpfisterei und Landfrau unterstützt diese Philosophie. Die Leitlinien der Öko-Metzgerei Landfrau orientieren sich dabei an den Grundsätzen der Hofpfisterei „Maximale Qualität bei akzeptablen Kosten statt minimale Kosten bei akzeptabler Qualität“.

Die Landfrau setzt auf Regionalität

Metzger bei der Wurstherstellung

Um die Region zu stärken und kurze Transportwege für die Schlachttiere und das Fleisch zu haben, geht das Unternehmen Verträge mit Bio-Landwirten in Bayern ein. Die Vertragslandwirte halten für die Metzgerei Ochsen, Schweine, Kälber und Geflügel und erhalten dafür die Sicherheit, dass ihr Fleisch professionell vermarktet wird. Seine Arbeitsweise lässt das Unternehmen auf der Grundlage der Naturland-Zertifizierung kontrollieren. Der Anbauverband Naturland fordert neben einer ökologischen Landwirtschaft auch faire Handelspartnerschaften und setzt bestimmte Sozialrichtlinien voraus, die von Landfrau erfüllt werden. Der Landfrau-Betrieb handelt auch aus der Überzeugung, dass es den Tieren in der ökologischen Landwirtschaft besser als in der konventionellen geht, und dass die Förderung der Bio-Landwirtschaft ein wichtiger Beitrag zum Schutz und Erhalt der Umwelt ist.

Traditionelles Metzgereihandwerk

Wurstherstellung in der Öko-Metzgerei Landfrau

Die hohen Anforderungen an die ökologische Aufzucht der Tiere setzt die Landfrau-Metzgerei in ihrer traditionell handwerklich-arbeitenden Metzgerei fort. Geschlachtet wird in einem kleinen Schlachthaus mit Öko-Zulassung in direkter Nähe der Metzgerei. Durch die Zusammenarbeit mit regionalen Bio-Landwirten sind die Transportwege zur Schlachterei kurz. Damit wird zusätzlicher Stress für die Tiere vermieden, der sich negativ auf die Fleischqualität auswirkt. Zusätzlich ermöglichen die kurzen Wege die nur noch selten angewandte Warmfleischverarbeitung bei der Brühwurstherstellung. Dabei verarbeiten die Metzger die noch warmen Schlachtkörper in traditionell handwerklicher Weise und erhalten dadurch einen hohen Eigengeschmack des Fleisches. Zudem können die Metzger auf Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Schnellreifemittel, Phosphate und Aromen verzichten. Bei allen Produkten wird auf eine schonende Verarbeitung und lange Reifezeit geachtet. Den rohen Schinken salzen die Mitarbeiter von Landfrau beispielsweise per Hand. Erst in einem zweiten Arbeitsgang wird er nass gepökelt. Das umstrittene Nitritpökel-Steinsalz verwenden die Metzger in Wurst- und Schinkensorten in reduzierter Menge zur Qualitätssicherung. Bei den edelsten Produkte unter den Wurstwaren, den Salamis, sind eine sorgsame Fleisch- und Speckauswahl und eine lange Reifezeit entscheidend, auf die Landfrau großen Wert legen. Während der Reifung verliert die Salami bis zu 30% Wasser und bildet dabei ihren würzigen Geschmack. Eine besondere Spezialität von Landfrau sind die Produkte vom Aubrac-Ochsen, einer alten Rinderrasse. Diese Ochsen dürfen lange aufwachsen und entwickeln dadurch ein stärker marmoriertes, aromatisches Fleisch. Kenner schätzen das Fleisch, da es durch seine Kurzfaserigkeit besonders zart ist.