Grosserhof

im Sortiment

Eier und Geflügel

Anbauverband & Lage

Biokreis

Pfarrkofen bei Landshut, 70 km von München entfernt

Der Betrieb
  • seit 1989 ökologische Landwirtschaft
  • Biokreis- und TAGWERK-zertifiziert
  • Zweinutzungshuhn- und Bruderhahnhaltung
  • eigene Schlachtung

Tagwerk-Produzent der ersten Stunde

Im sanft geschwungenen Hügelland zwischen Isar und Donau, unweit der niederbayerischen Stadt Landshut, liegt der Grosserhof. Seit über 25 Jahren züchtet das Ehepaar Ingrid und Franz Grosser dort Geflügel nach Biokreis-Richtlinien. Damit befolgen sie die Vorgaben des Anbauverbands zu Größe und Gestaltung der Ställe, Wintergärten und Freilaufflächen, zur Zusammensetzung des Futters, zur Lebensdauer und zur Schlachtung sowie Verarbeitung der Tiere, die im Sinne des Tierwohls und des Verbraucherschutzes entwickelt wurden. Jährliche Tierwohl-Kontrollen durch ausgebildetes Personal garantieren deren Einhaltung. Die Biokreis-Richtlinien entsprechen dem Ideal der Grossers: „Wirtschaften im Einklang mit der Natur“. Für die Grossers ist das ebenfalls ein Bekenntnis zur Regionalität. Dafür wurde ihnen 2010 von Biokreis das Siegel „regional und fair“ verliehen, dessen wichtigste Kriterien der regionale Rohstoffbezug, das Qualitätsmanagement und die Herkunftssicherheit sowie faire Partnerschaften mit gerechten Preisen sind. Für letztere sorgt die langjährige Mitgliedschaft in der Tagwerk-Genossenschaft: Der Grosserhof zählt zu den Tagwerk-Produzenten der ersten Stunde!

Hofeigene Futtermischung

Hühner des Grosserhofs

Neben Hühnern halten die Grossers auf ihrem Hof Puten und Gänse. Um eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu betreiben, bauen sie zum einen das Getreide und die Hülsenfrüchte, mit denen sie ihr Geflügel füttern, selbst an bzw. beziehen es von benachbarten Bio-Betrieben. In der hofeigenen Mühle werden die frischen Körner so zu einer Futtermischung aus 70% Getreide, 15% Mais, 10% Erbsen und 5% Sonnenblumenkernen verarbeitet, die frei ist von gentechnisch veränderten Bestandteilen, synthetischen Stoffen oder Fischmehl. Zum anderen schlachten sie die ausgewachsenen Gockel, Hennen, Puten und Gänse vor Ort, anstatt sie zum Schlachthof transportieren zu lassen. Das erspart den Tieren den Stress durch einen langen Transport. Auch die Verarbeitung des Fleischs findet in den hofeigenen Verarbeitungsräumen statt. Damit sorgen die Geflügelzüchter für einen transparenten Herstellungsprozess. Schließlich vermarkten sie die Eier, das Fleisch und die Wurstwaren bevorzugt direkt in ihrem Selbstbedienungs-Hofladen oder über Tagwerk- und Naturkostläden sowie Ökokisten.

Vom ersten Tag bis zur Schlachtung auf dem Grosserhof

Die Küken kommen als Eintagsküken auf den Hof der Grossers. Dort wachsen sie in zwei warmen Aufzuchtställen auf, bis sie groß genug für das Leben in den Freiland- und Mobilställen sind. In diesen leben die Hühner, bis sie ihre Schlachtreife erreicht haben. Für die Hühner bedeutet das, dass ausreichend Sitzstangen in Tageslichtställen und genügend Möglichkeiten zum Scharren und Sandbaden bereitgestellt werden und die Einstreu immer sauber gehalten wird. Zentral für die möglichst tiergerechte Hühnerhaltung sind der Auslauf auf der Wiese sowie ein Schlechtwetterauslauf und Familiennester. Durch die relativ geringe Besatzdichte und die Bewegungsmöglichkeiten können auch Ansteckungskrankheiten weitgehend vermieden werden. Da der Einsatz von Antibiotika auf dem Grosserhof Tabu ist, steht die Prävention an höchster Stelle. Zur Desinfektion der Ställe werden ausschließlich die vom Anbauverband zugelassenen Mittel auf Basis von Wasserstoffperoxid, Peressigsäure und Peroxyessigsäure eingesetzt, wie Hans Grosser versichert. Daneben verwendet der Hühnerzüchter Zitronensäure und effektive Mikroorganismen, um die Immunkraft der Hühner zu stärken.

Das Zweinutzungshuhn – Küken töten muss nicht sein

Verkaufsstand des Ehepaar Grossers

Seit September 2014 hat die Familie Grosser das Prinzip des Zweitnutzungshuhns unter dem Namen „Schwester-Henne und Bruder-Gockel“ versuchsweise eingeführt, um das Kükenschreddern zu vermeiden. Seit 2016 hält sie aufgrund des hohen Kundenzuspruchs ausschließlich Zweitnutzungshühner in ihren Ställen. Dazu haben sich die Grossers für die langsamer wachsende Hühnerrasse „ISA 757“ entschieden, mit der sie die konventionelle Spezialisierung auf Legehennen oder Masthähnchen umgehen können. Pro Henne darf so ein Hahn bei einem Partnerbetrieb nach ökologischer Richtlinie aufwachsen, der über den Mehrpreis der Eier mitfinanziert wird. Durch die längere Aufzucht entwickeln die Tiere ein aromatisches und saftiges Fleisch. Als Produkte gibt es deswegen jetzt „Schwester-Eier“ und Bruderhahn-Wurzen und Fleischwurst bei den Grossers und die Kund/innen sind gerne bereit, für mehr Tierwohl und Qualität einige Cent zu zahlen.