Gärtnerei Holzmann

im Sortiment

Salate, z.B. Feldsalat, Asiasalat und Postelein, Kräuter, Topfkräuter, Fruchtgemüse, z.B. Gurken, Tomaten und Bohnen

Anbauverband & Lage

BiolandHofgut Letten bei Bad Heilbrunn, 66 km von München entfernt

Die Gärtnerei
  • Familienbetrieb
  • seit 1989 ökologische Gärtnerei
  • Bioland-zertifiziert

Mit Erfahrung die klimatischen Herausforderungen des Voralpenlandes meistern

Die klimatischen Bedingungen im Tölzer Voralpenland sind geprägt von hohen Niederschlägen und geringen Temperaturen. Für den Gemüsebau erfordern sie spezielle Methoden und fundierte Kenntnisse. Die Familie Holzmann, die sich auf ökologischen Gemüsebau spezialisiert hat, stellt sich diesen Herausforderungen seit vielen Jahren erfolgreich.

Auf insgesamt 12 Hektar Freilandfläche und 3000 Quadratmetern Gewächshausfläche wird eine Vielfalt an Salaten, Kräutern und Fruchtgemüsen kultiviert. Grundlage dafür ist ein gesunder, humoser Boden, der durch Fruchtfolge gesund erhalten wird.

Der Inhaber, Gärtnermeister und Betriebswirt Michael Holzmann, ist enthusiastischer Öko-Gartenbauer, der sein Metier von der Pike auf gelernt hat und seine Überzeugungen gerne weitergibt. Sein ökologisches Engagement charakterisiert er folgendermaßen: „Bereits 1989 bestellte ich als 16-jähriger Schüler erstmals Felder in Letten. Seither versuche ich in unzähligen Gesprächen und Diskussionen alle möglichen Personen von einer ökologischeren Wirtschaftsweise und vom Klimaschutz zu überzeugen.“ Die Gärtnerei betreibt er mittlerweile mit einem Ingenieur, zwei Gesellen, einem Facharbeiter, zwei Auszubildenden und einigen saisonalen Erntehelfern. Da die Gartenbauer ihr Gemüse aus Gründen der Nachhaltigkeit ausschließlich regional und direkt vermarkten, kooperieren sie seit 1994 mit der Ökokiste Hofgut Letten, der Tagwerk Ökokiste und in deren Nachfolge mit der Isarland Ökokiste, über die ein Großteil ihres Gemüseangebots vermarktet wird.

Alternative Methoden der Beikrautregulierung und eigene Jungpflanzenanzucht

Michael Holzmann und sein Team pflegen den Boden durch eine siebenjährige Fruchtfolge. Das bedeutet, dass die Pflanzenkulturen je nach ihrem Nährstoffbedarf aufeinander folgend angebaut werden, so „wandert“ das Gemüse von Jahr zu Jahr über die Äcker. Um den Boden zwischendurch ruhen zu lassen und ihn mit Nährstoffen anzureichern, wird die Gründüngung Kleegras eingesät, die nach einem Jahr in den Boden eingearbeitet wird. Auf diese Weise sind mindestens 2 Hektar der Fläche ständig mit Kleegras bewachsen. Eine schonende Bodenbearbeitung garantiert die sogenannte Häufeltechnik. Dabei handelt es sich um eine pfluglose Bodenbearbeitung, bei der Dämme ähnlich wie im Kartoffelbau aufgeschüttet werden, auf denen das Gemüse gepflanzt wird. Durch dieses Verfahren wird das Bodenleben möglichst wenig gestört, zudem hat es sich speziell für die klimatischen Bedingungen des Standorts im Voralpenland bewährt. Denn das Regenwasser kann so gut ablaufen, ohne weitere Nährstoffe auszuschwemmen.

Eigene Jungpflanzenanzucht und Energieeffizienz

Mittlerweile können die Gartenbauer in Letten ihre gesamte Jungpflanzenanzucht im eigenen Gewächshaus durchführen. Sie nutzen dazu samenfestes, biologisches bzw. biologisch-dynamisches Saatgut und die eigene, perfekt auf die lokalen Bedingungen abgestimmte Erdmischung. Mit dieser Maßnahme kann die Gärtnerei Holzmann unabhängig von großen Jungpflanzenbetrieben ihr Sortiment selbst gestalten. Alle anfallenden Gartenabfälle werden auf dem Gelände kompostiert und können somit ressourcenschonend in die Düngung des Bodens rückgeführt werden. Für die Wärmeerzeugung in den Gewächshäusern sorgt eine CO2-neutrale Hackschnitzelheizung, in der Holz von den gärtnereieigenen Flächen verfeuert wird.

Michael Holzmann hat festgestellt, dass seine Kundinnen und Kunden trotz der Direktvermarktung und der großen Beliebtheit von Bio-Lebensmitteln den Bezug zur landwirtschaftlichen Produktion immer mehr verlieren und gehäuft Unsicherheiten in Bezug auf die Gesundheit der Lebensmittel auftreten. Deshalb setzt er auf Vermittlung und Kooperation mit Verbrauchern. Denn nur durch die Kenntnis der Zusammenhänge der ökologischen Landwirtschaft und durch aktives Engagement entstehen mündige und kritische Verbraucher, die das Veränderungspotenzial der Bio-Landwirtschaft nutzen können.