Preisanstieg beim Apfelsaft

Regionale Äpfel sind heuer ein knappes Gut, denn die frühe Apfelblüte in diesem Jahr kostet vielen heimischen Apfelbauern nun einen großen Teil ihrer Ernte. Wir haben bereits darüber berichtet, dass es heuer im März so ungewöhnlich warm war, dass viele Obstbäume bereits zu blühen begannen als die Temperaturen im April nochmals sanken. Viele Blüten überlebten den Frost nicht und die Bäume trugen entsprechend weniger Früchte beziehungsweise Früchte mit Schalenfehlern. Zudem war der Ertrag im letzten Jahr sehr üppig und bei Äpfeln fällt die Folgeernte stets geringer aus. Dieser zweijährige Rhythmus („Alternanz“) ist bei Äpfel, Birnen und Zwetschgen besonders ausgeprägt.

Heimische Bio-Äpfel bleiben trotzdem die bessere Wahl

Aufgrund des knappen Fruchtertrags werden die Preise für heimische Äpfel etwas ansteigen, vor allem regionale Bio-Apfelprodukte wie Apfelsaft wird aber teurer. Im konventionellen Supermarkt wird diese Preisentwicklung kaum spürbar sein, da importierte Äpfel aus Holland und Italien die Lücken füllen. In diesen Ländern kam es nicht zu derartigen Ernteausfällen. Auch apfelbasierte Produkte wie beispielweise Apfelsaft werden durch die Einfuhr von zumeist industriell produzierten Apfelsaftkonzentraten aus polnischen Plantagen im Preis stabilisiert. Da Äpfel einerseits die Lieblingsfrüchte der deutschen Verbraucher/innen sind und andererseits zu den „dreckigen Dutzend“ in Bezug auf den intensivsten Einsatz von Herbiziden, Fungiziden und Pestiziden gehören, lohnt sich der Griff zum heimischen Bio-Apfel jedoch auch bei steigenden Preisen.

Quellen:

http://www.zeit.de/news/2017-10/23/agrar-preisanstieg-bei-apfelsaft-erwartet-23094202

https://utopia.de/galerien/das-dreckige-dutzend-pestizide-obst-gemuese-bio/#1

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