Ostereier mit Tierwohl

Hühner in der Wiese am Grosserhof

In Vorbereitung auf Ostern stellen wir Ihnen unsere Eier-Lieferanten vor.

Regionale Kreislaufwirtschaft am Grosserhof

Seit über 25 Jahren züchten Ingrid und Franz Grosser im niederbayerischen Pfarrkofen Geflügel nach Biokreis-Richtlinien. Damit befolgen sie die Vorgaben des Anbauverbands zu Größe und Gestaltung der Ställe, Wintergärten und Freilaufflächen, zur Zusammensetzung des Futters, zur Lebensdauer und zur Schlachtung sowie Verarbeitung der Tiere, die im Sinne des Tierwohls und des Verbraucherschutzes entwickelt wurden. Jährliche Tierwohl-Kontrollen garantieren deren Einhaltung. Für ihr „Wirtschaften im Einklang mit der Natur“ wurde den Grossers 2010 von Biokreis das Siegel „regional und fair“ verliehen, zu dessen wichtigste Kriterien regionaler Rohstoffbezug, Qualitätsmanagement und Herkunftssicherheit sowie faire Partnerschaften mit gerechten Preisen zählen. Der Grosserhof gehört zudem zu den TAGWERK-Produzierenden der ersten Stunde. Im Sinne der nachhaltigen, regionalen Kreislaufwirtschaft bauen die Grossers das gentechnikfreie Hühnerfutter selbst an oder beziehen es von benachbarten Bio-Betrieben. Auch schlachten sie die ausgewachsenen Gockel, Hennen, Puten und Gänse vor Ort, anstatt sie zum Schlachthof transportieren zu lassen. Schließlich vermarkten sie die Eier und die Fleischwaren bevorzugt direkt z. B. über die Ökokisten.

 

Hühner bei der Fütterung am Grosserhof

Die Tiere kommen als Eintagsküken auf den Grosserhof. Dort wachsen sie in warmen Aufzuchtställen auf, bis sie groß genug sind für das Leben in Freiland- und Mobilställen. Dort haben sie Sitzstangen in Tageslichtställen, Möglichkeiten zum Scharren und Sandbaden und saubere Einstreu. Zentral für die möglichst tiergerechte Hühnerhaltung sind eine relativ geringe Besatzdichte, Auslauf im Freien und Familiennester. Dadurch werden auch Ansteckungskrankheiten weitgehend vermieden. Da auf dem Grosserhof keine Antibiotika eingesetzt werden, ist die Prävention umso wichtiger. Um die Immunkraft der Hühner zu stärken, kommen Zitronensäure und effektive Mikroorganismen zum Einsatz. Zur Desinfektion der Ställe werden nur vom Anbauverband zugelassene Mittel eingesetzt.

Im Jahr 2016 haben sich die Grossers für die Hühnerrasse „ISA 757“ entschieden, bei der sowohl die Eier der Legehennen als auch das Fleisch der Masthähne für die Vermarktung tauglich ist. Unter dem Motto „Schwester-Henne und Bruder-Gockel“ darf für jede Henne ein Hahn in einem Partnerbetrieb aufwachsen. Der geringere Ertrag wird durch einen leicht höheren Preis für die Eier kompensiert.

Scharren und Picken am Bicklhof

Freilaufende Hühner am Bicklhof

Markus Schleich hat bereits 1989 seinen landwirtschaftlichen Betrieb auf Demeter-zertifizierte Tierhaltung umgestellt. Mit der Hühnerzucht begann er im Jahr 2001, dabei war ihm wichtig, für möglichst gute Haltungsbedingungen zu sorgen. In der Volierenaufstallung haben seine Hühner Bewegungsraum und können sich auf verschiedenen Ebenen frei bewegen. Auf Stangen können sie erhöht schlafen, was ihrem Bedürfnis nach Schutz vor nachtaktiven Fressfeinden entgegenkommt. Am Boden dürfen sie scharren, suchen und picken. Auslauf bekommen die Hühner auf einer großen Freilandfläche mit Büschen und Bäumen zum Verstecken und sauberen Sandbädern zum Reinigen des Gefieders. Für den Auslauf bei Schlechtwetter gibt es Wintergärten. Bewegung und ausgewogenes Futter dienen der Gesunderhaltung der Tiere. Auch die Schleichs setzen auf Prävention, Hühnerkrankheiten behandeln sie homöopathisch. Die Ställe reinigen sie mit vom Anbauverband zugelassenen Mitteln, gegen Milbenbefall wird am Bicklhof Silikatstaub eingesetzt.

Die Küken werden vom ökologischen Aufzüchter Peter Schubert an den Bicklhof geliefert. Auch er geht seit 2010 einen alternativen Weg, um die konventionelle Praxis des Kükentötens zu vermeiden. Schubert zieht sowohl weibliche als auch männliche Hühner bis zu deren 18. Lebenswoche auf. Die jungen Legehennen kommen danach auf den Bicklhof, die Hähne werden noch einige Wochen gemästet. Die höheren Aufzuchtkosten für die Hähne werden hier ebenso durch einen geringfügig höheren Verkaufspreis für die „Eier mit doppeltem Lebenswert“ kompensiert. Dieser Mehrbetrag fließt ausschließlich in die Hähnchenaufzucht bei der Familie Schubert.

Sowohl die Schleichs als auch die Grossers haben die Erfahrung gemacht, dass ihre Kund/innen dieses Konzept gerne unterstützen. Beide Betriebe konnten deshalb innerhalb kurzer Zeit ihre gesamte Eierproduktion umstellen.

Der Eiercent fürs Ökohuhn der Zukunft

Inga Günther von der Ökologische Tierzucht gGmbH

Die Isarland Ökokiste unterstützt die Ökologische Tierzucht gGmbH mit dem „Eiercent“. Für jedes Ei, das unsere Kund/innen kaufen, wird ein Cent für die eigenständige Züchtung eines Öko-Huhns gespendet. Bei der Zucht des Öko-Huhns steht das Tierwohl im Vordergrund, neben der Wirtschaftlichkeit wird deshalb auch auf die Gesundheit der Tiere geachtet. Die Hühner werden an die Haltungs- und Fütterungsbedingungen der ökologischen Hühnerhaltung angepasst, sie können scharren, picken und laufen. Das Ziel der Initiative ist die Zucht einer Hühnerrasse, die für die Eier- und die Fleischproduktion gleichermaßen geeignet ist.

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