Lupinen, Soja, Weizen

Blaue Lupine

Purvegan ist ein Hersteller aus Rheinland-Pfalz, der sich zum Ziel gesetzt hat „ökologische, hochwertige und superleckere“ Produkte auf rein pflanzlicher Basis herzustellen. Hierfür ging das Unternehmen 2013 mit der Marke „alberts“ und den drei Produktlinien: alberts LUPINE, alberts TOFU und alberts SEITAN an den stetig wachsenden Markt fleischloser Produkte. Bereits seit 1983 ist das Unternehmen Purvegan mit Tofuerzeugnissen auf dem europäischen Markt präsent. Jetzt konzentriert es sich jedoch mit Produkten aus regionalen Rohstoffen auf Deutschland. Die Vision ist, die Lupine hier zu etablieren und als dritte Alternative zu Soja (Tofu) und Weizen (Seitan) anzubieten.

Regionaler Leguminosenanbau

Purvegan setzt sich auf verschiedenen Wegen aktiv für den regionalen Leguminosenanbau ein. Zum einen unterstützt das Unternehmen die Forschung bei "Starke Körnerleguminosen", einem Gemeinschaftsprojekt von Landwirten, landwirtschaftlichen Beratungsunternehmen und Verarbeitern. Da Purvegan Produkte mit heimischen Lupinen herstellt, beteiligt sich das Unternehmen darüber hinaus bei der Lupinenforschung. Ergänzend dazu arbeitet Purvegan direkt am Anbau heimischer Leguminosen mit. Anfang 2014 ist dafür mit rund 80 Bio-Landwirten der Erzeugergemeinschaft „Kornbauern“ eine Kooperation beschlossen worden. Die beteiligten Betriebe haben sich zum Ziel gesetzt in der Region Hülsenfrüchte anzubauen. Durch eine gemeinsame Anbauplanung und Gerätenutzung sowie dem Austausch untereinander unterstützen die überzeugten Bioland-Landwirte einander in dem noch recht neuen Bereich des hiesigen Leguminosenanbaus. Für Purvegan ermöglicht diese Zusammenarbeit die Herstellung von Lupinen- und Sojaprodukte mit regionalen Rohstoffen (maximaler Umkreis 20 km). Für die verschiedenen Forschungs- und Innovationsarbeiten ist das Unternehmen bereits mehrfach ausgezeichnet worden.

Die Lupine-ein heimischer Eiweißlieferant

Lupinen gehören zu den Körnerleguminosen und zählen zu den wertvollen pflanzlichen Eiweißlieferanten. Seit einigen Jahren rückt der heimische Leguminosenanbau durch die Nachhaltigkeitsbewegung Deutschlands vermehrt ins Blickfeld, da er als genügsamer Ersatz zur ressourcenintensiven Fleischproduktion einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Landwirtschaft leistet. Für die Landwirte stellen Leguminosen eine willkommene Ergänzung in ihrer Fruchtfolge dar. Die Hülsenfrüchte können Nährstoffe gut aufnehmen, durchlockern den Boden und fixieren zudem Stickstoff im Boden. Dieser dient den darauffolgenden Kulturen als natürlicher Dünger, was besonders dem ökologischen Landbau mit seinem Prinzip des Nährstoffkreislaufs entgegenkommt.

Vielfältige Lupinenprodukte

Auch für die menschliche Ernährung birgt die Lupine lange Zeit unterschätzte Vorteile. Im Gegensatz zur konventionell angebauten Sojabohne aus Übersee ist die Lupine garantiert gentechnikfrei und weist mit fast 40 Prozent Eiweiß einen ähnlich hohen Proteingehalt auf. Der Fettgehalt liegt im Vergleich mit vier bis sieben Prozent deutlich unter dem der Sojabohne (18-20%), die Lupine ist dennoch reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Purvegan hat diese Vorteile erkannt und verarbeitet bei der Herstellung die ganzen Samenkörner, um die wertvollen Ballast- und Inhaltsstoffe zu erhalten. Im Sortiment gibt es beispielsweise Lupinenfrikadellen, -burger und -saucen sowie verschiedene Brotaufstriche. Damit treten die „Happytarier“ aus der Pfalz den Beweis an, wie vielfältig vegane Produkte sein können, und dass sie nicht nur die vegane Küche bereichern. Weitere Informationen zu Purvegan finden Sie hier.

Bild:Ghislain118, GNU Free Documentation License, version 1.2

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