Knusper Knäuschen – Barnhouse Krunchy

40-jähriges Jubiläum von (c) Barnhouse

Knuspern Sie sich durch das Barnhouse-Sortiment und finden Sie Ihren „Lieblings-Krunch“. Zum 40-jährigen Jubiläum des Müslibäckers bietet die Isarland-Ökokiste einige Krunchy-Sorten zum reduzierten Probier-Preis an.

Die Erfindung des Krunchy in Bayern

Haben Sie sich schon gewundert, warum das „Krunchy“ von Barnhouse mit „K“ geschrieben wird? An den mangelnden Englischkenntnissen der Gründer/innen kann es nicht liegen, ist doch der Ko-Gründer Neil Reen Engländer. Doch die Idee, ein Crunchy aus biologischen Zutaten nach Deutschland zu importieren, war im Jahr 1979 nicht so einfach zu realisieren wie gedacht. Zwar war die Nachfrage nach Naturkostwaren in dieser ersten Hochzeit der Ökobewegung groß, der britische Hersteller des Knuspermüslis war jedoch nicht vom Erfolg des Geschäftsmodells überzeugt. So beschlossen Reen und seine Geschäftspartnerin Sina Nagl, das Crunchy einfach selbst zu backen – in einem 30 Jahre alten Haushalts-Backofen, der in der Küche ihrer Münchner Wohnung stand. Blech um Blech zauberten sie aus Bio-Müsli feines Knuspermüsli und lieferten dieses an Bioläden in München. Vier Kilo Krunchy war die Tagesleistung, geliefert wurde oft mit dem Fahrrad. Um zu markieren, dass es sich dabei um ein Produkt aus eigener Produktion und nicht einfach um Importware handelt, nannten sie es eben „Krunchy“.

Professionalisierung der Kruncherei

Das erste Bio-Knuspermüsli aus Europa wurde schnell so beliebt, dass die beiden Jungunternehmer/innen ihre Küchen-Produktion aufgaben und sie in eine Kellerbäckerei verlagerten. Nach einer weiteren Vergrößerung buken sie in den Räumen über einer Schreinerei weiter. Mit den Jahren kamen weitere Bio-Produkte hinzu, meist Neuheiten auf dem bundesdeutschen Markt. Doch das Knuspermüsli blieb bei aller Innovationsfreude das Hauptprodukt. Deshalb konzentrierte die Firma Barnhouse ihre Produktion nach dieser experimentellen Phase wieder auf ihr Krunchy. Nach knapp zwanzig Jahren Müslibackens war die Firma Barnhouse so groß, dass Reen und Nagl schließlich einen eigenen Firmensitz planten. Im oberbayerischen Mühldorf am Inn errichteten sie eine moderne „Kruncherei“, in der zunächst 20 verschiedene Knuspersorten in einem über 20 Meter langen Backofen von über 60 Angestellten rund um die Uhr gebacken wurden. Seither wurde die Produktion ausgeweitet, die Belegschaft erhöht und das Sortiment um neue Krunchys sowie den Krunchy-Riegel in verschiedenen Sorten erweitert. Der Riegel hat eine steile Karriere gemacht, sogar eine Nebenrolle als Pilgernahrung im Film „Ich bin dann mal weg“ konnte er ergattern.

Regional-Projekt für die Wiederansiedelung von Hafer in Bayern

Obwohl die beiden Bio-Pionier/innen die Rezepturen ihrer Knuspermüslis ständig weiterentwickeln, sind sie ihrem Prinzip treu geblieben, ausschließlich ökologisch erzeugte Rohstoffe zu verarbeiten und auf zusätzliche Aromen und Geschmacksverstärker zu verzichten. Auch für das Süßungsmittel Zucker gibt es in einigen Krunchy-Sorten bereits Ersatz, Palmöl wird nach und nach mit regionalem Sonnenblumenöl ausgetauscht. Bei den Rohstoffen engagiert sich Barnhouse für mehr Regionalität. Das Getreide steht als Hauptbestandteil des Knuspermüslis im Mittelpunkt dieser Initiative. 2014 starteten Nagl und Reen ihr Regional-Projekt, mit dem sie den Anbau von Hafer in Südbayern fördern. In Kooperation mit den Öko-Modell-Regionen Isental und Waginger See/Rupertiwinkel ermöglichen sie Bio-Bauern und Bäuerinnen den Anbau des einst regionalen Getreides, das inzwischen kaum noch auf süddeutschen Feldern zu finden ist. Die Reaktivierung des Hafer- und Dinkelanbaus ist erfolgreich. Mittlerweile sind 60 Landwirt/innen der Verbände Demeter, Bioland, Naturland und Biokreis, allen voran TAGWERK-Landwirt/innen wie Sepp Braun, Hilarius Häusler und Bernadette Lex, an dem Projekt beteiligt. Von der heurigen Ernte erwartet sich Barnhouse eine Steigerung des Bezugs von Hafer um weitere 25%. Damit können sie erstmals 75% der Krunchy-Sorten mit lokalem Getreide herstellen. Mit diesem Erfolg geben sie sich nicht zufrieden, eine weitere Erhöhung ist bereits in Arbeit.

Barnhouse schützt Bienen

Gemeinsam mit den Partner-Landwirten/innen setzt sich Barnhouse tatkräftig für die Vielfalt der Ackerwildkräuter auf den Felder ein. Im Projekt “Macht die Äcker wieder wild” stellt die Knuspermüsli-Firma Bio-Landwirt/innen spezielles regionaltypisches Saatgut zur Verfügung, um Blühstreifen zu schaffen. Daneben engagieren sich die Müslibäcker mit ihrem Projekt „BARNHOUSE BEE WILD“ für den Insektenschutz. Interessierten Hobbygärtner/innen spendierte Barnhouse 50 hochwertige Nistkästen für Wildbienen, für die sie einen Wettbewerb auslobten. Über 7 500 begeisterte Bienenschützer/innen nahmen an der Aktion teil.

Mit diesem Konzept konnte Barnhouse schon einige Preise einheimsen, sowohl für die Qualität der Produkte als auch für das ökologische Engagement. Die Knuspermüsli-Bäcker machen vieles richtig.

Foto © Barnhouse

Zurück

Einen Kommentar schreiben