Ei, Ei, Ei ...

Küken (c) ÖTZ GmbH

Seit mehreren Jahren führen wir ausschließlich Eier im Sortiment, bei denen die männlichen Küken nicht aussortiert und geschreddert, sondern mit aufgezogen werden. Zusätzlich spenden wir pro Ei einen Cent an die Ökologische Tierzucht gGmbH (ÖTZ).

Die ÖTZ entwickelt seit 2015 erfolgreich Zweinutzungshühnerrassen, die im ökologischen Landbau sowohl als Legehennen als auch als Hähnchen zur Fleischproduktion eingesetzt werden können.

Wenn Sie 15 min. Zeit haben, empfehlen wir Ihnen, mit dem berührenden Film „EI-VOLUTION - Zurück zum Leben“ tiefer in die Thematik eintauchen. Der für den Cosmic Angel 2020 Kurzfilmaward nominierte Film liefert einerseits einen kurzen, leider sehr ernüchternden Einblick  in die konventionelle Eierproduktion und verdeutlicht andererseits, warum Zweinutzungshühnerrassen so wichtig und eine viel bessere Alternative, zur In-Ovo Geschlechtsbestimmung sind.

 

Momentan entdecken übrigens auch die Lebensmittelgiganten scheinbar ihr Herz für Küken. Aktuell wirbt Aldi Nord z.B. mit folgendem Satz: „Als erster Lebensmittelhändler verpflichten wir uns gemeinsam mit ALDI SÜD, das gesamte Schaleneier-Sortiment umzustellen und damit das Kükentöten zu beenden.* (*Schrittweise bis 2022)“. Die ÖTZ antwortete darauf mit einer Pressemitteilung und zeigt auf, dass Aldi hier Schönfärberei betreibt und mit einer Werbelüge die Öffentlichkeit sucht:

Inga Günther von der ÖTZ (c) ÖTZ GmbH

„„Wir halten diese Aussage für eine klare Falsch-Behauptung, welche die Verbraucherinnen und Verbraucher irreführen kann“, erklärt ÖTZ-Geschäftsführerin Inga Günther. Denn Tatsache ist, dass bereits seit 2013 viele Bio-Lebensmittelgeschäfte und Bio-Hofläden ausschließlich Eier im Sortiment haben, für die keine männlichen Küken aussortiert und getötet wurden. Bei ihrer natürlichen Produktion wird garantiert, dass entsprechend der geschlüpften Legehennen die gleiche Anzahl von Hähnen aufgezogen wird (Bruderhähne). Diese Eier (sogenannte „Bruderhahn-Eier“) oder Eier von ÖTZ-Zweinutzungshühnern haben viele Läden des Naturkostfachhandels im Sortiment – und zwar einzig und allein solche! […] Auch die von Aldi gewählte technische Aussortiermethode, bei der erst am 9. Tag das Geschlecht des bereits weit entwickelten Embryos festgestellt wird, kann aus Sicht der ÖTZ ethisch nicht überzeugen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass bereits ab dem 7. Tag Schmerzempfinden nachweisbar ist.

„Das rein wirtschaftlich motivierte und nutzlose Töten dieser Embryonen als ‚Ohne Kükentöten‘ zu bezeichnen ist eine irreführende Farce. Hier kann das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher verspielt werden.“, warnt Geschäftsführerin Inga Günther. Ihrer Meinung nach werde die von Aldi gewählte Methode nicht das Kükentöten beenden, sondern „sie stellt den Einstieg in das massenhafte Embryonenschreddern dar““.

Die gesamte Pressemitteilung können Sie hier nachlesen.

Bildnachweis: (c) ÖTZ GmbH

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