Drax-Mühle

im Sortiment

Weizen- und Dinkelgrieß, Bauernbrot-Backmischung, verschiedene Kuchen- und Keksbackmischungen

Anbauverband & Lage

Das verarbeitete Getreide kommt aus Biobetrieben der Region, mit dem Qualitätszertifikat von Naturland, Bioland, Biokreis und Demeter

TAGWERK

Hochhaus bei Rechtmehring, 44 km von München entfernt

Der Betrieb
  • Bio-Mehle seit 1996
  • QS-Zertifizierung
  • TAGWERK-Lieferant
  • Verarbeitung von Urgetreide

Mühlenbetrieb seit 1534

Blick auf die Drax-Mühle und den Mühlbach

Umgeben von wogenden Getreidefeldern und satten Wiesen liegt die heutige Drax-Mühle in unmittelbarer Nähe zur Wallfahrtskirche Maria Hochhaus bei Rechtmehring. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahr 1534 als „Bartmühle“. Ihre Mühlenräder werden vom Hochhauser Bach angetrieben, damals Lohbach genannt. Seit 1912 befindet sich die Mühle im Besitz der Familie Drax, nachdem Karl Drax sie erwarb. Monika Drax, eine der wenigen Müllermeisterinnen Deutschlands, führt das Familienunternehmen nun in vierter Generation. In diesen letzten hundert Jahren hat sich viel getan in der Mühle. So haben die Brüder Bruno und Erich Drax in den 1970er Jahen das traditionelle Mahlverfahren modernisiert und auf einen automatisierten Mahlvorgang umgestellt. Es folgten Um- und Neubauten von Getreidesilos. Im Jahr 1986 wurde der erste Mühlenladen eröffnet, mit einer Fläche von 20 m². Die heutige Müllermeisterin Monika Drax absolvierte Anfang der 1990er Jahre ihre Lehre in der heimischen Mühle, 1997 legte sie ihre Meisterprüfung ab.

Bio-Mehl und Backmischungen

Mehl aus der Drax-Mühle

Eine große Veränderung brachte die Entscheidung mit sich, Bio-Mehle zu mahlen. In der Drax-Mühle wurde 1996 damit begonnen. Vier Jahre später baute die Familie einen neuen Mühlenladen, mit nunmehr einer Fläche von 100 m². Das Sortiment wurde entsprechend erweitert, sodass begeisterte Hobbybäcker/innen ebenso wie weniger backfreudige Freund/innen von Öko-Lebensmitteln fündig werden konnten. Neben baulichen Maßnahmen bewirkte der innovative Geist von Monika Drax auch einen Wandel im Sortiment statt: Zur Jahrtausendwende entwickelte sie die erste von mittlerweile über 30 Backmischungen. Diese erleichtern vielen Kund/innen das erfolgreiche Selberbacken von Brot, Kuchen und Gebäck.

Mit Mühlrad und Labor

Monika Drax bei der Arbeit

Im Jahr 2006 stellte die Müllerin ihre Drax-Mühle vom Turbinenbetrieb teilweise wieder auf Wasserkraft um. Ein neues Wasserrad aus Edelstahl mit vier Meter Durchmesser sorgt seither für einen traditionellen, umweltfreundlichen Antrieb. Bei allem Traditionsbewusstsein setzt die Familie Drax auf moderne Technologie, wenn es darum geht, die Qualität des angelieferten Getreides, der Mahlprozesse und des Endprodukts sichern. Dafür wird die Drax-Mühle ständigen unabhängigen Kontrollen für die QS-Zertifizierung unterzogen. Nachdem Monika Drax die Geschäfte übernahm, nahm die gelernte Betriebswirtschafterin die Mühle auch in ökonomischer Hinsicht einige Veränderungen vor. So firmierte sie die familieneigene Mühle 2009 um in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Seither sorgen neben den hochwertigen Mehlen die beliebten Backbücher der Hobbybäckerin Monika Drax, „Köstliches von der Müllerin“ (mit Franziska Lipp) und „Brotbackbuch Nr. 3“ (mit Lutz Geißler) für Aufsehen. Das Engagement der Müllermeisterin im Vorstand des TAGWERK-Fördervereins, als Mitbegründerin von „Unser Inn-Land“ und Mitglied im Bayerischen Müllerbund sowie ihre Medienpräsenz bringen zudem viel Aufmerksamkeit und eine gute Vernetzung in der Region.

Erste Adresse für Urgetreide

Vor allem mit ihrem Einsatz für die Wiederentdeckung von alten Getreidesorten machte sich Monika Drax einen Namen. Nicht nur in ihren Backbüchern propagiert sie die Verwendung von Ur-Dinkel, Einkorn, Emmer, Rotkornweizen, Lichtkornroggen und Kamut. Sie sorgt auch dafür, dass die Landwirt/innen, die sie beliefern, diese Getreidesorten anbauen. Ihr guter Kontakt zu den lokalen Bio-Getreidebauern ist dabei hilfreich, denn alte Sorten bedeuten mehr Aufwand und weniger Ertrag. In der Mühle wird das Urkorn verarbeitet und im Mühlenladen verkauft. Alle Mehle, die das Logo der Drax-Mühle tragen, werden auch dort gemahlen. Auf eine sorgfältige Qualitätsprüfung folgt ein 16-stufiges Mahlverfahren. Verarbeitet werden jeweils nur kleine Mengen, sodass das Mehl stets frisch ist.

Hören Sie hier einen Radiobeitrag mit Monika Drax: