Antibiotika in der Tierhaltung

Laut dem u.a. vom BUND herausgegebenen Fleischatlas sprechen immer weniger Menschen auf eine Behandlung mit Antibiotika an. „Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält es für erwiesen, dass mittlerweile mehr Antibiotika an gesunde Tiere als an kranke Menschen gegeben werden.“

Für den Menschen hat diese massenhafte Abgabe von Antibiotika an Nutztiere allerdings Folgen. Antibiotikarückstände gelangen einerseits mit der Gülle ins Grundwasser. Andererseits bilden sich Rückstände im Fleisch, die sich in der Folge beim Verzehr auch im menschlichen Körper ansammeln können. Zudem werden durch die übermäßige Gabe von Antibiotika immer resistentere Bakterien herangezüchtet, die immer schwerer zu bekämpfen sein werden.

Im ökologischen Landbau hingegen gelten strenge Regeln. Ist ein Tier erkrankt, werden vorrangig aus Pflanzen gewonnene und homöopathische Präparate verwendet. Nur wenn eine Behandlung zwingend erforderlich ist, um die Leiden des Tieres zu vermeiden und die genannten Mittel keine Wirkung zeigen, dürfen Antibiotika eingesetzt werden. Die Wartezeit zwischen der letzten Antibiotika-Verabreichung und der Schlachtung ist im ökologischen Landbau doppelt so lang wie gesetzlich vorgeschrieben. Darüber hinaus ist die Verwendung von Antibiotika im Rahmen der Krankheitsvorsorge bei biologisch gehaltenen Tieren verboten.

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