Das Öko-Huhn von morgen

Die Isarland Ökokiste unterstützt die Ökologische Tierzucht gGmbH mit dem „Eiercent“, d.h. dass für jedes Ei, das unsere Kund/innen kaufen, ein Cent für die eigenständige Züchtung eines Öko-Huhns gespendet wird. Doch wozu brauchen wir ein Öko-Huhn? Zum einen ist die Öko-Hühnerhaltung leider immer noch abhängig von den bestehenden Züchtungsstrukturen, die die hohen Anforderungen der biologischen Tierhaltung nicht befriedigend erfüllen. Das bedeutet, dass spezialisierte Hühnerrassen für die Fleisch- und für die Eierproduktion gezüchtet werden. In der konventionellen Hühnerhaltung hat diese Praxis zum Kükentöten geführt, das in der ökologischen Hühnerhaltung mittlerweile dank engagierter Initiativen auch von unseren Lieferanten weitgehend vermieden werden kann. Zum anderen sind die Züchtungsziele, die sich ausschließlich auf Leistung konzentriert haben, bisher nicht ausreichend auf das Tierwohl abgestimmt worden. Bei der Zucht des Öko-Huhns von morgen wird neben der kaum vermeidbaren Wirtschaftlichkeit auch die Gesundheit der Tiere angestrebt. So sollen die Hühner an die Haltungs- und Fütterungsbedingungen der ökologischen Hühnerhaltung besser angepasst werden, das bedeutet, dass sie scharren, picken, fliegen und laufen können. Schließlich erreicht die Initiative im Idealfall, einen Tiertyp züchten zu können, der sowohl für die Eier- als auch für die Fleischproduktion gleichermaßen geeignet ist.

Die Ziele der ökologischen Hühnerhaltung sind:

  • Ökologische Fütterung als Basis für alle Zuchttiere, ohne chemisch-synthetische Aminosäuren.
  • Alle für die Zuchtarbeit benötigten Tiere müssen mindestens unter ökologischen Haltungsbedingungen in Ställen mit überdachtem Aussenklimabereich und natürlichem Lichteinfluss in Gruppen gehalten werden. Die für kommerzielle Zuchttiere sonst üblichen Einzeltierhaltungen in Käfigen sind tabu.
  • Soweit möglich vollständiger Verzicht auf künstliche Besamung.
  • Männliche Küken, die bei der Erneuerung des Zuchtbestandes der ÖTZ entstehen, sollen aufgezogen werden. Kein gesundes und lebensfähiges Küken soll während der Zuchtarbeit getötet werden.
  • Kein präventiver Einsatz von Antibiotika. Kein Einsatz Produktivitäts- oder Fruchtbarkeitssteigernder, synthetisch hergestellter Mittel.
  • Keinerlei Manipulationen an Schnäbeln, Kämmen, Flügeln.
  • Leistungssteigerungen, die zu Überlastungen und Einschränkungen der natürlichen Körperproportionen und -funktionen führen können (u.a. Brust, Gelenke, Lauf- und Flugfähigkeit) sind nicht zulässig.

Logo des Eiercent

Um die teure und aufwändige Züchtungsarbeit zu unterstützen, haben Bioland und Demeter die Aktion „Ein Cent pro Ei für die Ökozucht!“ ins Leben gerufen: „Kund/innen, die bei unseren Partnern Eier kaufen, unterstützen mit jeweils einem Cent, das pro Ei aufgeschlagen wird, die Zucht des Öko-Huhns von morgen“, so die Geschäftsführerin der ÖTZ, Inga Günther.

Link:

http://www.oekotierzucht.de/ueber-uns/

 

Foto: (c) Ökologische Tierzucht, Inga Günther.

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