Biogärtnerei Naderer

im Sortiment

Tomaten, Gurken und Minigurken, Salate

Anbauverband & Lage

Kirchdorf an der Amper, 45 km von München entfernt

Der Betrieb
  • Tagwerk-Lieferant seit 2013
  • 0,5 Hektar Gewächshausfläche
  • Naturland-Zertifiziert

Von der Bullenmast zum Biogas und weiter zur Bio-Gärtnerei

Gurken der Gärtnerei Naderer

Die Bio-Gärtnerei in Schidlambach, einem Ortsteil von Kirchdorf an der Amper, begründete Anton Naderer im Jahr 2012 auf den Feldern eines Landwirtschaftsbetriebs, der bereits 2006 auf ökologische Landwirtschaft umgestellt wurde. Anton Naderer stammt aus einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb, der lange auf Bullenmast spezialisiert war. Aufgrund der durch die Rinderseuche BSE ausgelösten Krise Anfang der 2000er Jahre orientierten sich die Naderers neu und setzten auf die Produktion von Biogas. Anton Naderer wuchs mit dem Leben und Arbeiten in der Landwirtschaft auf und schlug deshalb einen beruflichen Weg ein, der diesen Erfahrungen entsprach. Zunächst absolvierte er eine Gemüsegärtnerlehre, danach studierte er Gartenbau in Weihenstephan. Seine Diplomarbeit bestand aus der Kalkulation eines fiktiven Gärtnereibetriebs mit einem Hektar Gewächshausfläche, der mit Hilfe einer angrenzenden Biogasanlage beheizt wird. Nach dem Studium entschied er sich, dieses Modell in die Realität umzusetzen. Um die Wartezeit zu überbrücken, in der sich seine Pläne in der Genehmigungsphase befanden, und sein gärtnerisches Wissen weiter zu vertiefen, besuchte er renommierte Gartenbaubetriebe in der Schweiz.

 

Gewächshaus im Eigenbau

Obergrashof - Kohlrabiernte

Im Jahr 2012 konnte Anton schließlich seinen Betrieb mit einem halben Hektar Fläche in Betrieb nehmen. Sein fünf Meter hohes Gewächshaus baute er zum großen Teil in Eigenarbeit und mit der Hilfe seiner Familie. Bald konnten Rispentomaten, Gurken und Minigurken nach Naturland-Kriterien angepflanzt werden. Im Winter füllt Anton Naderer sein Gewächshaus mit Salat und Feldsalat. Ebenfalls in Bio-Qualität. Beheizt wird das Glashaus CO2-neutral ausschließlich mit der Abwärme der benachbarten Biogasanlage.

Tomaten, Gurken, Salat

Salat aus der Gärtnerei Naderer

Ohne zusätzlichen Energieaufwand erzeugt Anton Naderer seither Tomaten und Gurken schon einige Wochen bevor die regionale Saison beginnt und Salate noch einige Woche nachdem die regionale Saison geendet hat. So kann er eine Lücke schließen, in der die Bestände an regionalem Lagergemüse, wie z.B. Wurzelgemüse, zur Neige gehen und deshalb auf importiertes Gemüse zurückgegriffen werden muss. Mit diesem Konzept wurde Naderer bereits im zweiten Jahr des Bestehens seines Betriebs zum wichtigen TAGWERK-Lieferanten. Energiesparsam und umsichtig zu wirtschaften ist Anton Naderer wichtig. Auch Lebensmittel werden nicht verschwendet. Stattdessen verarbeitet er die Gurken, die zu klein sind, um als Minigurken in den Verkauf zu kommen, zu Bio-Essiggurken, die er ab Hof in Schidlambach verkauft.