Bicklhof

im Sortiment

Eier und Geflügel

Anbauverband & Lage

DemeterPeiting, 70 km von München entfernt

Der Betrieb
  • seit 1989 Demeter-zertifiziert
  • Familienbetrieb
  • "Eier mit doppeltem Lebenswert"
  • Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau des BÖLN

Inmitten einer Bilderbuchlandschaft

Der Bicklhof liegt in beschaulicher Alleinlage in Hohenbrand inmitten der Bilderbuchlandschaft des oberbayerischen Pfaffenwinkels, umgeben von herrlichen Wäldern, Seen und Mooren. Um den Artenreichtum der Tier- und Pflanzenwelt in den wertvollen Moorgebieten zu erhalten, pflegt die Familie Schleich, die den Bicklhof bewirtschaftet, 16 Hektar Streuwiesen. Diese werden traditionell für die Einstreu genutzt und nur einmal im Jahr gemäht. So haben die zahlreichen seltenen Gräser und Blumen genügend Zeit, auszusamen und für ihren Fortbestand zu sorgen.

Vom Nebenerwerbsbauern zum Ökopionier

Der Bicklhof

In die Landwirtschaft stieg Hans Schleich zunächst als Nebenerwerbsbauer in Peiting mit fünf Kühen und einigen Kälbern ein. Da die Flächen in der Ortschaft jedoch bald zu klein waren, zog der Landwirt 1960 zur jetzigen Hofstelle, etwas außerhalb des Ortes, um. Sein Sohn Markus zeigte früh Interesse an der Landwirtschaft und begann eine landwirtschaftliche Lehre. Während seiner Lehrzeit erkannte er die Vorteile der ökologischen Landwirtschaft, sodass der Wunsch nach einer Umstellung des elterlichen Betriebs auf biologische Landwirtschaft wuchs. Eine Exkursion in die Schweiz, bei der er Bio-Landwirte kennenlernte, bekräftigte seine Überzeugung und trug zu seiner späteren Entscheidung wesentlich bei. Hans Schleich unterstützte seinen Sohn in dessen Forschungsdrang und Innovationsgeist. Seit 1985 experimentierte der Jungbauer auf einer kleinen Fläche mit den Methoden des biologisch-dynamischen Landbaus bis er 1989 schließlich den ganzen Hof auf Demeter-Richtlinien umstellte. Entscheidend ist dabei für Markus Schleich weniger der Verzicht auf konventionelle chemische Hilfsmittel als der Einklang der Landwirtschaft mit der Natur.

Volierenaufstallung, Sandbäder und Wintergärten

Markus Schleich ist ein echter Ökopionier: Bereits 1989 hat er seinen Betrieb auf Demeter-zertifizierte biologisch-dynamische Tierhaltung umgestellt. Mit der Hühnerzucht begann er schließlich im Jahr 2001. Auch hier ist er neue Wege gegangen: Eine Volierenaufstallung sorgt dafür, dass die Hühner nicht nur viel Bewegungsraum haben, sondern sich auch auf verschiedenen Ebenen frei bewegen können. Am Boden dürfen sie scharren, suchen und picken; dazu werden über den Tag hinweg Körner, Kräuter und silierte Gräser großflächig verstreut. Auf Stangen können sie erhöht schlafen, was ihrem Bedürfnis nach Schutz vor nachtaktiven Fressfeinden entgegenkommt. Auslauf bekommen die Hühner auf einer großen Freilandfläche. Unter den Büschen und Bäumen können sie sich vor Prädatoren verstecken und in regelmäßig erneuerten Sandbädern ihr Gefieder reinigen. Um den Hühnern auch im Winter ihren Auslauf zu bieten, haben Markus und Margit Schleich großzügige Wintergärten gebaut. Der Auslauf und ein ausgewogenes Futter dienen der Gesunderhaltung der Tiere. Durch die großflächige Hühnerhaltung wird die Gefahr von Ansteckungskrankheiten minimiert. Hühnerkrankheiten behandeln die Schleichs mit Hilfe von homöopathischen Mitteln. Zur Reinigung und Desinfizierung ihrer Ställe setzen die Schleichs auf die vom Anbauverband zugelassenen Mittel, verdünnte Ameisensäure und Kalk. Um die Hühner vor Milbenbefall zu bewahren, wird am Bicklhof deshalb reiner Silikatstaub eingesetzt. Markus Schleich betont: „Dieser wirkt biophysikalisch, indem Schädlinge ausgetrocknet werden. Er ist für den Menschen absolut unbedenklich.“

„Eier mit doppeltem Lebenswert“

Hühner des Bicklhofs

Peter Schubert ist der Aufzüchter der Küken, mit dem der Bicklhof kooperiert. Er widersetzt sich schon seit 2010 der konventionellen Praxis, die männlichen Küken unmittelbar nach dem Schlüpfen zu töten. Stattdessen zieht er sowohl weibliche als auch männliche Hühner bis zu deren 18. Lebenswoche auf. Danach kommen die jungen Legehennen auf den Bicklhof. Nach den ersten acht Wochen werden die Hähne separiert und weitere zehn Wochen in einem eigenen Stall mit Grünauslauf und Wintergarten gehalten bis sie schlachtreif sind. Die höheren Aufzuchtkosten für die Hähne, die beispielsweise aufgrund der vergleichsweise ungünstigeren Futterverwertung entstehen, werden durch einen geringfügig höheren Verkaufspreis für die „Eier mit doppeltem Lebenswert“ kompensiert. Der Mehrbetrag wird ausschließlich in die Hähnchenaufzucht bei der Familie Schubert in Unterrüsselbach investiert. Neben Eiern gibt es deswegen auch Gockelprodukte (z.B. Gockelfrikassée oder Gockelsuppe) vom Bicklhof. Dieses innovative Konzept wurde von den Kundinnen und Kunden so gut angenommen, dass Schleich inzwischen seine gesamte Eierproduktion darauf umgestellt hat. Damit können alle männlichen Küken in der Brüterei der Familie Schubert aufgezogen werden. Markus Schleich resümiert die Innovation folgendermaßen: „Die Umstellung war für uns ein hohes finanzielles Risiko. Einige Eierbauern haben uns verlacht. Doch Sie haben uns als wache und mitfühlende Kunden Recht gegeben.“