Alztaler Hofmolkerei

im Sortiment

Jogurt, Topfen, Creme Fraîche, Sauerrahm, Konditorsahne, Hüttenkäse und Käse

Anbauverband & Lage

Biokreis

Garching an der Alz im Landkreis Altötting, ca. 100 km von München entfernt

Der Betrieb
  • TAGWERK-Partner
  • Familienbetrieb
  • eigene Hofmolkerei seit 2011

Satte Kuhweiden auf ehemaligem Flussbett

Franz Obereisenbuchner (c) Hofmolkerei Alztaler

In malerischer Umgebung liegt die Hofstelle Hutlehen, die bereits 1334 urkundlich erwähnt wurde, etwas entfernt von der Gemeinde Garching an der Alz. Dieser einstige Wildfluss fließt aus dem Chiemsee an dessen nördlichsten Punkt ab, schlängelt sich durch das Alztal und mündet bei Marktl in den Inn. Durch umfangreiche Flussregulierungen im 20. Jahrhundert fielen weite Teile des Flussbetts der Alz trocken. Auf den darauf entstandenen Wiesen und Weiden grasen nun die Kühe der ansässigen Landwirte. Die Familie Obereisenbuchner, die den altehrwürdigen Hof Hutlehen bewirtschaftet, hat 60 Milchkühe, die sich vom Frühjahr bis spät in den Herbst frei auf den 24 Hektar großen satten Weiden bewegen dürfen. Rad- und Wanderwege entlang der Alz führen direkt an dieser Idylle vorbei, der Chiemsee ist nur 30 Kilometer entfernt.

Im Sommer Gras, im Winter Heu

Mit seiner Frau Magdalena und seinen Eltern, Loni und Franz Obereisenbuchner senior, betreibt Franz Obereisenbuchner junior die Bio-Milchwirtschaft. Die Aufgaben im Betrieb sind vielfältig, so hat jedes Familienmitglied seinen eigenen Arbeitsbereich. Wichtig ist der Familie ihr Wirtschaften mit der Natur, die hohe Qualität der Milch und das Wohl der Tiere. Deshalb bieten sie den Milchkühen viel Raum und Zeit zum Grasen. Im Winter sind die Kühe im Stall, der so großzügig ausgelegt ist, dass sie Auslauf bekommen. Statt auf Spaltböden dürfen sie auf regelmäßig gewechselter Einstreu stehen. Gefüttert werden sie mit Heu von den ökologisch bewirtschafteten Wiesen. Dafür hat die Familie Obereisenbuchner im Winter 2016/17 eine moderne Heu-Trocknungs-Anlage in Betrieb genommen. In der großen Halle trocknet ein warmer Luftstrom das Gras auf einem Rostboden. Eine eigene Photovoltaik-Anlage sorgt dafür, dass die Heutrocknung energieneutral funktioniert. Zusätzliches Eiweiß- und Energiefutter aus Luzerne-Gras-Gemisch und Körnermais bauen die Obereisenbuchners auch ausschließlich auf ihren eigenen Flächen an.

Weidetaugliches Fleckvieh schont den Boden

Die Kuhherde besteht aus dem in Oberbayern landschaftsprägenden Fleckvieh. Diese Rasse wurde einst für die Weidehaltung gezüchtet. Wegen der größeren Milchleistung durch Stallhaltung ist das züchterische Ziel auch beim Fleckvieh inzwischen Stalltauglichkeit. Weil dem Bio-Bauern aber die Weidehaltung für die Gesundheit der Kühe und die Qualität der Milch wichtig ist, betätigt sich Obereisenbuchner auch züchterisch. Durch Einkreuzungen anderer Rassen erhält er die Weidetauglichkeit seiner Milchkühe, sie haben u. a. ein geringeres Gewicht und schonen damit den Boden. Ihre Milch lässt sich in der Hofmolkerei ohne den Zusatz von Milchpulver zu cremigem Jogurt und festem Käse verarbeiten.

Pure Milch aus der gläsernen Molkerei

Weil Obereisenbuchner auf die positiven Eigenschaften der Heumilch setzt, verarbeitet er die Milch seiner Kühe direkt auf dem Hof. Denn er ist nicht nur Landwirtschaftsmeister, sondern auch ausgebildeter Milchtechnologe. Im Jahr 2011 hat die Familie die Alztaler Hofmolkerei als gläserne Molkerei neu gebaut. Große Glasfronten erlauben einen Blick auf die Produktion der Milchprodukte. Das schafft Vertrauen. Die Milch wird durch Milchleitungen direkt aus der Milchkammer gepumpt und sofort schonend zu Käse, Butter, Jogurt oder Quark verarbeitet. Dabei wird sie vorschriftsmäßig einmal pasteurisiert. Auf Homogenisieren und Trockenmasseerhöhung durch Milchpulver verzichtet die Familie Obereisenbuchner. Der Rahmpfropfen auf der Frischmilch beweist das.